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    Zuletzt aktualisiert: 16.09.2010 um 13:11 UhrKommentare

    Experten wagen noch keine detaillierten Prognosen

    Detailliertere Prognosen bezüglich der Wahlausgänge traut sich keiner der Experten abzugeben. Die Wahlkämpfe selbst werden als "klassisch" eingestuft.

    Foto © APA

    Einen spannenden Kampf um Platz Eins in der Steiermark und ein knappes Rennen der SPÖ um die Mandatsmehrheit in Wien - so lauten die recht konservativen Einschätzungen der Meinungsforscher gut eine Woche vor dem steirischen Urnengang und drei Wochen vor den Wien-Wahlen. Detailliertere Prognosen bezüglich der Wahlausgänge traut sich keiner der Experten abzugeben. Die Wahlkämpfe selbst werden als "klassisch" eingestuft - mit erwartbaren Themen wie etwa Verteilungsgerechtigkeit auf SPÖ-Seite und Ausländer-Thematik bei der FPÖ. Die bundespolitisch größere Bedeutung messen die Experten jedenfalls der Steiermark-Wahl zu.

    Für Meinungsforscher Peter Hajek hat die SPÖ vor dem Urnengang in der Steiermark (am 26. September) noch keinen Landeshauptmann-Bonus lukrieren können. Jedenfalls sei es "aus jetziger Sicht ein psychologischer Vorteil für die ÖVP, dass sich die SPÖ bisher nicht absetzen konnte". Günther Ogris (SORA) verweist darauf, dass die SPÖ bei der letzten Nationalratswahl in der Steiermark nur drei Prozentpunkte vor der ÖVP gelegen ist: "Das ist nicht viel." Auch für David Pfarrhofer (market) geht es bei der Steiermark-Wahl mit dem Kampf um den Landeshauptmann-Sessel "um deutlich mehr" als beim Wiener Urnengang.

    Zugewinne für die FPÖ

    Der FPÖ werden in der Steiermark durchwegs satte Zugewinne prognostiziert - geht sie doch von einem Tiefststand (4,56 Prozent) aus. Mit dem Thema Minarette habe es die steirische FPÖ "auf jeden Fall geschafft, für Aufmerksamkeit zu sorgen", so Hajek. Ein wichtiger Punkt, denn Spitzenkandidat Gerhard Kurzmann sei grundsätzlich "nicht so ein Bringer wie (FPÖ-Chef Heinz-Christian, Anm.) Strache." Den Grünen prognostizieren die Meinungsforscher in der Steiermark keine allzu "großen Sprünge" (Hajek), der Landtag-Einzug wird aber als fix angenommen.

    Als "große Unbekannte" schätzt Hajek das Abschneiden der KPÖ ein. Laut derzeitigen Umfragen liegen die Kommunisten um die fünf Prozent. "Es ist die Frage, ob sie in den Landtag reinkommen oder nicht, weil es dann auch für die Mandatsverteilung interessant ist und für den Regierungssitz der Freiheitlichen" - letzteres werde auch die "Gretchenfrage" für die Koalition in der Landesregierung sein. "Wenn die FPÖ den Regierungssitz schafft, wird es interessant." Sollten SPÖ und ÖVP wirklich eng aneinanderliegen, dann könnte die FPÖ den Ausschlag geben, so Hajek.

    Dass die KPÖ in der Steiermark an ihren Erfolg von 2005 anschließen wird können, gilt freilich als unwahrscheinlich. Das gute Wahlergebnis wäre vor allem an der Person Ernest Kaltenegger gelegen, der ja diesmal nicht mehr antritt. "Ich glaube nicht, dass sie das wieder schaffen", so Pfarrhofer. Bei der vergangenen Landtags-Wahl konnte die KPÖ 6,34 Prozent der Stimmen erreichen.

    Für das BZÖ werden laut Experten beide Wahlen richtungsweisend. Die Frage sei laut Pfarrhofer, ob es diesmal gelingt, "einmal ohne Jörg Haider politisch zu überleben". Das werde "sehr schwer und ist für das BZÖ eine sehr wichtige Geschichte". Denn selbst die nach Haiders Tod gewonnen Kärntner Landtagswahl 2009 sei noch unter dem Eindruck des Ableben des Parteigründers gestanden. Für Hajek ist es "eher nicht anzunehmen", dass das Bündnis in der Steiermark den Sprung in den Landtag schafft. Und auch für Wien werden den Orangen wenig Chancen eingeräumt. Hajek wertet es "schon als Erfolg für das BZÖ", dass man den Ex-ORF-Journalisten Walter Sonnleitner als Spitzenkandidat gewinnen konnte.


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