Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Juni 2013 09:29 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
"Dörfler alleine hätte besseres Ergebnis" Ein geglückter Start zum schweren Hindernislauf Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Landtagswahl Nächster Artikel "Dörfler alleine hätte besseres Ergebnis" Ein geglückter Start zum schweren Hindernislauf
Zuletzt aktualisiert: 08.09.2010 um 18:44 UhrKommentare

Sinn und Unsinn der Wahlplakate

Plakate allerorten. Der Wahlkampf hat seinen sichtbaren Höhepunkt erreicht. Sophie Karmasin analysiert für die Kleine Zeitung die Wahlplakate der steirischen Parteien im Landtagswahlkampf.

Get the Flash Player to see this player.

Quelle © politkaffeeplakate_digi1009.jpg | Foto: KLZ Digital Politkaffee: Sittinger über die Wahl-Plakate

"Opa, warum sind da lauter Plakate mit Gesichtern?" Die Frage des vierjährigen Manuel beweist, dass die Flut an Wahlplakaten der unterschiedlichsten Größen und Formate derzeit den Alltag beherrscht. Und Manuels Opa muss beim Spazierengehen noch mehr aufpassen als sonst, weil die Plakate und Dreiecksständer den Passanten und Verkehrsteilnehmern die Sicht verstellen.

Zur Person

Sophie Karmasin analysiert für die Kleine Zeitung seit mehreren Wochen die Wahlplakate der steirischen Parteien im Landtagswahlkampf.

Kompetenz. Sie ist Geschäftsführerin des Instituts Karmasin Motivforschung in Wien. Dieses geht durch Befragungen von Gruppen und Einzelpersonen den Motiven für bestimmtes Handeln auf den Grund.

Franz Voves, viele Meter breit, Hermann Schützenhöfers Augen im Megaformat und besonders in den Städten Dreiecksständer gewissermaßen bei jeder Toilettentür. Es ist fraglich, ob diese Werbeträger dem Wähler nicht die Sicht aufs Eigentliche verstellen, ob die Parteien damit auch das Herz und das Gehirn der Steirer erreichen. Sie bemühen sich jedenfalls recht heftig darum, so Sophie Karmasin, die als Motivforscherin des gleichnamigen Wiener Instituts für die Kleine Zeitung die Plakate in diesem Landtagswahlkampf analysiert. Aber wirklicher "Aufreger" sei keiner darunter, so die Fachfrau. Den ÖVP-Plakaten mit den Schützenhöfer-Details attestiert sie immerhin Originalität und eine gewisse Art von Charakter.

Kein Handschlag

Offen bleibt, ob die Betrachter die Optik auch der ÖVP zuordnen können. Und einen schlichten Fehler sieht Karmasin im Sujet der beiden Hände, das mit dem Titel "Handschlagqualität" versehen ist: Ein Handschlag könne doch nur zwischen zwei Personen stattfinden.

Einen auffälligen Kontrast zur anspruchsvollen Kommunikation der ÖVP-Plakate sieht die Expertin bei den Sujets der SPÖ, die Franz Voves ausgiebig vorzeigt. Deren Botschaft: "Wir haben den Kandidaten, wir haben eine Botschaft und wir lassen keine Unklarheiten zu." Der Hintergrund der Voves-Plakate scheint irgendetwas mit Technologie zu tun zu haben. Das dürfte als bewusster Gegensatz zu den Heimat-Signalen der ÖVP und anderer Parteien zu sehen sein.

Zielgruppe

Eine gute gestalterische Handschrift attestiert die Motivforscherin den Machern der FPÖ-Plakate. Kontraste und Botschaften seien stimmig für die Zielgruppe, die Fotos mit Spitzenkandidat Gerhard Kurzmann allerdings zu "brav". Beim BZÖ kommen Erinnerungen an frühere Jörg-Haider-Plakate auf, speziell bei der Darstellung mit der Baumallee im Hintergrund. Nicht ganz zum griffigen Slogan "Der traut sich was" passt der etwas zögerliche Blick des Kandidaten, findet Karmasin.

Kontrast

Einen Art Wettstreit leisten sich Grüne und KPÖ. Beide Parteien wissen mittlerweile, dass sie trotz mentaler Distanz nicht umhin können, Plakate auch in größeren Formaten zu verbreiten. Es gehe einfach darum, Präsenz zu beweisen, weiß Karmasin. Sie konzediert den Plakaten der Grünen eine konsequente Hervorhebung ihres Kandidaten Werner Kogler, etwas abgeschwächt durch eine unsichere Optik. Bei der KPÖ, die erstmals seit Jahrzehnten nicht nur von Dreiecksständern, sondern auch von "echten" Plakaten lacht, sieht die Expertin durchaus einen Kontrast zu den Sujets und der Bildersprache der Mitbewerber.

JOHANNES KÜBECK

KLEINE.tv

600 Jahre Landtag: Einzigartige Ausstellung

Bei der Festveranstaltung in der Landstube feierten die Spitzen des Land...Noch nicht bewertet



Fotoserien

Bilder vom Live-Chat mit Peter Kaiser (SPÖ) 

Bilder vom Live-Chat mit Peter Kaiser (SPÖ)

 

Diskutieren Sie mit!

Erwin Scheriau

Die Schlacht ist geschlagen und geht es nach SPÖ und ÖVP, so gibt es offenbar nur Gewinner. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Wahlkampftour der Politiker

Fuchs

Unterwegs mit den Spitzenkandidaten: Wir begleiteten die steirischen Politiker auf ihrer Wahlkampftour durch die Steiermark.

 

Wahlkampfauftakte der Parteien

Stark motiviert starteten die Großparteien in die letzten Wochen vor der Landtagswahl.

 

Steirische Landtagswahl 2010

Wahlprogramme der Parteien

Zum Nachlesen - die Wahlprogramme der Parteien.

Brennende Wahlkampfthemen

Scheriau

Im Vorfeld der Landtagswahl 2010 gingen die Wogen zwischen den Spitzenparteien hoch. Die Grazer SPÖ, der Koralmtunnel oder die Gemeindefinanzen führten zu heißen Diskussionen.

 

Machtverhältnisse seit 1945

APA

Das Jahr 2005 bedeutete eine Zäsur in der politischen Geschichte der Steiermark: Erstmals seit 1945 stellte die SPÖ den Landeshauptmann, waren 60 Jahre ÖVP-Dominanz beendet.

Spitzenkandidaten im Porträt

 

Parteien auf dem Prüfstand

APA

Der Politologe Peter Filzmaier analysiert für die Kleine Zeitung die Lage der Parteien vor der Wahl.

 

Grafiken

Steirische Landeshauptleute seit 1945 und Ergebnis der Landtagswahl 2005.

Ergebnisse der Parteien seit 45'

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang