Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Juni 2013 04:16 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
"Dörfler alleine hätte besseres Ergebnis" Ein geglückter Start zum schweren Hindernislauf Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Landtagswahl Nächster Artikel "Dörfler alleine hätte besseres Ergebnis" Ein geglückter Start zum schweren Hindernislauf
Zuletzt aktualisiert: 06.09.2010 um 21:20 UhrKommentare

Polit-Veteranen: "Chemie hin" und "alles eingeschlafen"

Einig waren sich die drei Polit-Veteranen Montagabend am Podium des Steirischen Pressclubs darüber, dass früher das Klima in der steirischen Landespolitik besser war.

Foto © AP/Sujet

Noch-Landtagspräsident Kurt Flecker (S) und die Ex-Landesräte Gerhard Hischmann (V) und Michael Schmid (FPÖ/BZÖ) gingen mit ihren Nachfolgern, die am 26. September eine Wahl zu schlagen haben, zum Teil hart ins Gericht ("Es ist die Chemie hin"), blieben aber in ihren Prognosen und Empfehlungen letztlich ihren alten Gesinnungsgemeinschaften treu.

Hirschmann verglich die Situation mit jener von 2005, mit umgekehrten Vorzeichen: Die SPÖ präsentiere sich ähnlich "derangiert" wie seinerzeit die ÖVP, Franz Voves sei mit viel Vorschusslorbeer gestartet, "er konnte aber nicht darstellen, dass er in die Rolle des Landeshauptmannes hineingewachsen ist". Bürgerliche, die er vor fünf Jahren auch ansprechen konnte, hätte er verloren. ÖVP-Herausforderer Hermann Schützenhöfer hingegen sei "einer der meistverkannten Leute seit Helmut Kohl und den bestvorbereiteten seit Josef Krainer".

Flecker hingegen glaubte, dass die SPÖ noch einmal einen Sieg einfahren kann: "Man konnte keine Fehler mehr machen und die alten sind vergessen". Er, der selber nicht mehr kandidiert wurde und sich entsprechend kritisch geäußert hatte, bedauerte, dass der linke Flügel in der Steiermark "zum Teil in sich zusammengebrochen, zum Teil eliminiert worden ist". Die Debatte um Verteilungsgerechtigkeit werde populistisch geführt, "keiner hat damit wirklich was am Hut". Der Partei fehle es an Profil, man "flitze in die Beliebigkeit hinein": "Ich finde es beschämend, dass sich niemand, auch nicht aus der Jugend, zum Anti-Minarett-Spiel der FPÖ geäußert hat". Inhaltlich konträr geißelte Hirschmann die "sozialistische Wohlfahrtsideologie", die sich parteiübergreifend in ganz Europa ausgebreitet habe und an der noch Generationen zu knabbern haben würden.

Mehr Emotion

"2005 war die Emotion drinnen, jetzt ist alles eingeschlafen", befand Schmid. Die Wahlbeteiligung werde stark zurückgehen.

Seine Thesen zu einer radikalen Landtagsreform ("Der einzige freigewählte Stammtisch der Republik") wärmte Hirschmann wieder auf und fand damit bis zu einem gewissen Grad Zustimmung. Diese "Kleinklempnerei der Sonderklasse" müsse sich aufhören, zumindest die "Gesetzgebungsmaschinerie" gehörte eingedämmt. Von Ankündigungen, Regierung und Landtag zu verkleinern, hielten alle drei nichts: Diese habe es immer wieder gegeben, und sie seien immer wieder nach der Wahl vergessen gewesen.

Letztendlich gaben alle drei Alt-Politiker direkt oder indirekt Wahlempfehlungen für ihre Parteien ab - Schmid inklusive Vorzugsstimme für Spitzenkandidat Gerald Grosz, Flecker ohne eine für Franz Voves.


KLEINE.tv

600 Jahre Landtag: Einzigartige Ausstellung

Bei der Festveranstaltung in der Landstube feierten die Spitzen des Land...Noch nicht bewertet



Fotoserien

Bilder vom Live-Chat mit Peter Kaiser (SPÖ) 

Bilder vom Live-Chat mit Peter Kaiser (SPÖ)

 

Diskutieren Sie mit!

Erwin Scheriau

Die Schlacht ist geschlagen und geht es nach SPÖ und ÖVP, so gibt es offenbar nur Gewinner. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Wahlkampftour der Politiker

Fuchs

Unterwegs mit den Spitzenkandidaten: Wir begleiteten die steirischen Politiker auf ihrer Wahlkampftour durch die Steiermark.

 

Wahlkampfauftakte der Parteien

Stark motiviert starteten die Großparteien in die letzten Wochen vor der Landtagswahl.

 

Steirische Landtagswahl 2010

Wahlprogramme der Parteien

Zum Nachlesen - die Wahlprogramme der Parteien.

Brennende Wahlkampfthemen

Scheriau

Im Vorfeld der Landtagswahl 2010 gingen die Wogen zwischen den Spitzenparteien hoch. Die Grazer SPÖ, der Koralmtunnel oder die Gemeindefinanzen führten zu heißen Diskussionen.

 

Machtverhältnisse seit 1945

APA

Das Jahr 2005 bedeutete eine Zäsur in der politischen Geschichte der Steiermark: Erstmals seit 1945 stellte die SPÖ den Landeshauptmann, waren 60 Jahre ÖVP-Dominanz beendet.

Spitzenkandidaten im Porträt

 

Parteien auf dem Prüfstand

APA

Der Politologe Peter Filzmaier analysiert für die Kleine Zeitung die Lage der Parteien vor der Wahl.

 

Grafiken

Steirische Landeshauptleute seit 1945 und Ergebnis der Landtagswahl 2005.

Ergebnisse der Parteien seit 45'

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang