SPÖ hat zwei Prozent Vorsprung auf die ÖVP
Ins monatelange Kopf-an-Kopf Rennen kommt Bewegung: Laut einer market-Umfrage im Auftrag der "Kleinen Zeitung" hat die SPÖ mit 38 Prozent erstmals wieder die Nase vorne.

Foto © BauerHermann Schützenhöfer und Franz Voves
Für Spannung ist gesorgt bei der Elefantenrunde der Kleinen Zeitung am Freitag, an der alle sechs Spitzenkandidaten für die Landtagswahl teilnehmen. Denn die brandaktuelle Umfrage des market-Instituts – im Auftrag der Kleinen Zeitung wurden am Montag und Dienstag 400 wahlberechtigte Personen befragt – zeigt sehr knappe Ergebnisse: Die SPÖ liegt momentan bei 38 Prozent und damit zwei Prozentpunkte vor der ÖVP. In den letzten Umfragen vor dem Sommer hatte es noch einen exakten Gleichstand zwischen den beiden Großparteien gegeben.
"SPÖ hat sich erholt"
Für Werner Beutelmeyer, den Chef von market, ist die Sache klar: "Die SPÖ hat sich nach einer Schwächephase erholt und gewinnt an Fahrt". Dies gelte im Besonderen für die Bundesebene, wo sich Kanzler Werner Faymann von seinen bisher schwachen Werten verabschiedet habe. ÖVP-Chef Josef Pröll dagegen habe sich von seinen einst strahlenden Image als Macher verabschieden müssen, zuletzt habe man "nur noch ausgeleiherte Phrasen" von ihm gehört, so Beutelmeyer.
Dieser Bundestrend treffe mit einer vergleichbaren Entwicklung in der Steiermark zusammen, wo SPÖ-Chef Franz Voves sich langsam von einer längeren Serien von Pannen und personellen Querelen innerhalb seiner Partei "erholt" habe.
Angesprochen auf eine kürzlich im "Standard" veröffentliche market-Umfrage zeigte sich Beutelmeyer zerknirscht, er habe deren Veröffentlichung leider erst zu spät gesehen: "Die haben das Ergebnis schlicht verwechselt, die SPÖ war in der Steiermark auch schon vor zwei Wochen (Zeitpunkt der Umfrage im Standard) vorne". Der Vorsprung der SPÖ sei bereits den ganzen Herbst "stabil, er könnte auch noch größer werden", ergänzt Beutelmeyer.
Einigermaßen überraschend sind auch die weiteren Ergebnisse: Die FPÖ kommt aktuell auf acht Prozent, damit würde es beim angepeilten Einzug in die Landesregierung sehr eng. Für Beutelmeyer ist das nicht zuletzt auf den Spitzenkandidaten Gerhard Kurzmann zurückzuführen: Er habe noch nie erlebt, dass der Spitzenkandidat einer Partei wie der FPÖ bei der Landeshauptmann-Frage so gut wie gar nicht vorkomme. Selbst bei den eigenen Wähler liegt Kurzmann mit 12 Prozent weit hinter Voves mit 38 Prozent bei den FP-Sympathisanten.
Die nächste Überraschung liefern die Grünen, sie könnten sich auf sieben Prozent verbessern und lägen damit klar vor der KPÖ mit fünf Prozent. Zweitere wären damit weiter im Landtag, müssten ihren derzeit dritten Platz aber abgeben. Ihren immer noch akzeptablen Wert verdanken die Kommunisten nicht zuletzt ihrer Spitzenkandidatin Claudia Klimt-Weithaler, die bei der Landeshauptmann-Frage alle andern kleineren Parteien abhängt.
Für das BZÖ gilt ähnliches, wenn auch auf nierigerem Niveau: Derzeit liegt man bei drei Prozent, das würde für ein Grundmandat wohl nicht reichen. Der Hoffnungsschimmer ist Spitzenkandidat Gerald Grosz, er hat einigermaßen akzeptable Bekanntheitswerte. Für die ebenfalls landesweit kandidierenden Christenpartei (CPÖ) gibt es so gut wie keine Chance auf ein Mandat.
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Elefantenrunde
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Elefantenrunde
Die Spitzenkandidaten aller sechs Parteien, die derzeit in Landtag oder Nationalrat mit Mandaten vertreten sind, treffen am Freitag erstmals im Wahlkampf aufeinander.
Beginn: Freitag, 3. September, 18 Uhr.
Ort: Helmut-List-Halle in Graz, Waagner-Biro-Straße 98 a.
Eintritt: Man braucht keine Tickets, der Eintritt ist frei.
Live: Wir übertragen die Runde live hier im Internet.























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