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Zuletzt aktualisiert: 31.08.2010 um 16:30 Uhr

Grüne zeigen steirische FPÖ wegen Verhetzung an

Grund für die Anzeige ist ein Online-Spiel, bei dem mit Stopp-Schildern auf Minarette und Muezzine "gefeuert" wird. Grünen-Landeschef Kogler fordert klare Worte von SPÖ und ÖVP.

Kogler: "Die Menschenballerer haben nichts in der Landesregierung verloren"

Foto © Screenshot / www.moschee-baba.atKogler: "Die Menschenballerer haben nichts in der Landesregierung verloren"

Das am Montagabend online gegangene Spiel auf www.moschee-baba.at hat zu einer Anzeige des steirischen Spitzenkandidaten Werner Kogler gegen die FPÖ geführt. Bei dem von Ziehharmonikaklängen untermalten "Spiel" unter dem Titel "Moschee-Baba" geht es laut "Spielanleitung" darum, mit einem Zielkreis die aus einer alpinen Landschaft mit Bauwerken wie Kirche und Rathaus und dem Grazer Schloßberg hochwachsenden Minarette aufzuhalten, "den Ruf der roten Muezzine zu stoppen" und um Zeit zu gewinnen, "die grünen Muezzine zu stoppen". Am Ende des "Spiels" poppt eine Umfrage auf, mit drei Punkten zu u.a. Burkaverbot, Bauverbot für Moscheen und Minarette.

Das Spiel gibt erst zum Schluss Auskunft über die Urheberschaft: "Die Steiermark ist voller Minarette und Moscheen. Damit das nicht geschieht: Am 26. September Dr. Gerhard Kurzmann und die FPÖ wählen!"

Nichts in Landesregierung verloren

Für Kogler ist klar: "Die Menschenballerer haben nichts in der Landesregierung verloren -Voves und Schützenhöfer müssen endgültig aufhören die blaue Regierungskarte zu spielen und klare Worte finden".

Kurzmann erklärte, das "Spiel" sei eine Art, die Jugend auf die Probleme aufmerksam zu machen. Er habe etwas dagegen, wenn Libyens Staatschef Gaddafi fordere, Europa solle sich zum Islam bekehren, der Radikalislamismus müsse bekämpft werden. Kurzmann stellte auf APA-Anfrage in Abrede, dass es sich bei der Machart des "Spiels" um eine Schießstand-Optik handle, es gehe nur um einen Stopp für Minarette-Bau. Man habe "Moschee-Baba" gemeinsam mit der Werbefirma des Schweizers Alexander Segert gemacht, der auch schon die Werbelinie für ein Minarettverbot in der Schweiz gestaltete.

Kritik von KPÖ

Kritik kommt auch von der steirischen KPÖ-Spitzenkandidatin Claudia Klimt-Weithaler. Die FPÖ habe mit dieser Aktion erneut bewusst eine Grenze überschritten und gezeigt, dass sie nicht in den steirischen Landtag gehöre. "Was würden die Freiheitlichen zu einem Spiel sagen, in dem auf Kirchen und Priester geschossen wird?", so Klimt-Weithaler.

Der Steirische VP-Landtagsklubchef Christopher Drexler sagte, dieses "Spiel" sei eine Geschmacklosigkeit, "das ist nicht unser Stil". Der steirische BZÖ-Obmann Gerald Grosz meinte: "Es ist schlichtweg kindisch und entwertet jegliche politisch harte Auseinandersetzung über die Gefahren des Islamismus, wenn man ein ernstes Thema auf so eine vollkommen dumme Art und Weise herunterblödelt".


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