Nach Hirschmann versuchen es die Christen
Kleinparteien: KPÖ schaffte 2005 das Comeback, sonst war neben den etablierten Parteien nur das LIF erfolgreich.

Foto © KanizajMaria Fellner, Spitzenkanidatin der CPÖ
2005 scheiterte ÖVP-Dissident Gerhard Hirschmann beim Versuch, mit einer eigenen Liste in den Landtag einzuziehen. Nach anfänglich recht guten Umfragewerten schaffte er bei der Wahl nur 2,05 Prozent. Die Christliche Partei Österreichs (CPÖ) schreckt das nicht ab - sie versucht es heuer. Und hofft dabei auf ähnlich gute Ergebnisse wie ihr Präsidentschaftskandidat Rudolf Gehring. Der eroberte bei der Wahl am 25. April 5,88 Prozent der steirischen Stimmen.
Gehring hatte allerdings nur zwei Mitbewerber, jetzt tritt die CPÖ mit Spitzenkandidatin Maria Fellner gegen sechs andere Bewerber an. Und bei Parlamentswahlen sind Die Christen - wie sie sich früher nannten - schon viermal gescheitert: In Niederösterreich, Tirol, Oberösterreich und bei der Nationalratswahl 2008 konnten sie zwar genügend Unterstützungserklärungen sammeln, kamen aber nur auf zwischen 0,43 und 1,40 Prozent.
Eine nicht etablierte Kleinpartei hat es in der Steiermark noch nie in den Landtag geschafft. Aber die Wahl 2005 zeigte, dass die Steirer für Überraschungen gut sind: Sie wählten die KPÖ zur drittstärksten Partei und statteten sie mit vier Landtagsmandaten aus. Damit kamen die Kommunisten erstmals seit 1970 wieder in ein Parlament.
Neben der KPÖ und den etablierten Parteien SPÖ, ÖVP, Grüne und FPÖ hat es in der Steiermark bisher nur das Liberale Forum - für eine Legislaturperiode von 1995 bis 2000 - in den steirischen Landtag geschafft. Dabei haben es einige versucht, bei elf der 15 Wahlen traten (manchmal auch mehrere) Kleinparteien an. Das BZÖ, das in der Steiermark kurz nach der Abspaltung von der FPÖ 2005 seine erste Landtagswahl schlug, scheiterte bei der vorigen Wahl.
Hürde ist hoch
In der Steiermark ist die Hürde für den Einzug in den Landtag recht hoch: Nötig ist ein Grundmandat in einem der vier Wahlkreise. Dafür braucht eine Partei, je nach Wahlkreis, zwischen fünf bis sechs und neun Prozent der Stimmen.






















