Hohe AuszeichnungLand Steiermark verlieh fünf weitere Ehrenzeichen

Zwei Große Goldene Ehrenzeichen und drei Ehrenzeichen für Wissenschaft, Forschung und Kunst wurde am Donnerstagnachmittag in der Grazer Burg verliehen.

Rudolf Schmidt, Markus Schirmer, Josef Klamminger, Marguerite Dunitz-Scheer, LH Hermann Schützenhöfer und Günther Ziesel bei der Auszeichnungsverleihung (v.l.) © Land Steiermark/Frankl
 

Dezember ist Ehrenzeichen-Zeit: Nach der Verleihung der Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern in einer katholisch-evangelischen Doppelfeierstunde letzte Woche waren am Donnerstag die Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Steiermark und Ehrenzeichen für Wissenschaft, Forschung und Kunst an der Reihe.

Die dritthöchste Auszeichnung des Landes überreichte Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer im Beisein von Landtagspräsidentin Bettina Vollath zwei Mal - und zwar an den ehemaligen Landespolizeidirektor Josef Klamminger und an ORF-Legende Günther Ziesel. Der Pianist Markus Schirmer, der Wissenschafter Rudolf Schmidt und die Medizinerin Marguerite Dunitz-Scheer wurden mit dem Ehrenzeichen des Landes Steiermark für Wissenschaft, Forschung und Kunst geehrt.

Als Ehrengäste begrüßte Schützenhöfer unter anderem die ehemalige Bundesministerin Ruth Feldgrill Zankel, Landespolizeidirektor Gerald Ortner und Landesamtsdirektor Helmuth Hirt sowie den Schauspieler Wolfram Berger, ein guter Freund von Schirmer.

Die Dankesworte im Namen aller Ausgezeichneten sprach Günther Ziesel: „Die Auszeichnung war für uns alle eine Überraschung. Wir sehen sie als wertvolles Zeichen der Anerkennung und bedanken uns dafür."

Die frischgebackenen Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens:

Bildvergrößerung LH Hermann Schützenhöfer überreichte Günther Zieserl (re.) und Josef Klamminger (li.) das Große Goldene Ehrenzeichen Foto © Land Steiermark/Robert Frankl

Klamminger hat Anfang der 80er als provisorischer Wachmann der Inspektion Karlauerstraße begonnen, ehe er dienstführender Wachkommandant in Eggenberg wurde. 2000 er zum Sicherheitsdirektor der Steiermark, 2012 schließlich zum Landespolizeidirektor ernannt. Sein Nachfolger wurde im August der Tiroler Gerald Ortner.

Ziesel war der erste Moderator der „Zeit im Bild 2", als diese 1975 installiert wurde. Seit Anfang der 70er Jahre war er in unterschiedlichen Funktionen beim ORF tätig - bis hinauf zum Chefredakteur und zum Landesintendanten. Jüngeren ist er durch das Sendeformat „Alpen-Donau-Adria" bekannt. Neben seiner journalistischen Tätigkeit ist Günther Ziesel Vorstandsmitglied bei Special Olympics Austria und Mitglied der Stiftung „Menschen für Menschen", zudem Präsident des Grazer Philharmonischen Orchesters.

Drei Ehrenzeichen des Landes für Wissenschaft, Forschung und Kunst

 

Markus Schirmer, Marguerite Dunitz-Scheer, LH Hermann Schützenhöfer und Rudolf Schmidt im Weißen Saal der Grazer Burg (v.l.) Foto © Land Steiermark/Frankl

Dunitz-Scheer studierte Medizin, schloss eine Psychotherapieausbildung ab und habilitierte in der Kinder- und Jugendheilkunde. Außerdem erlang sie ein Diplom in Unternehmens- und Sozialmanagement. Gemeinsam mit ihrem Mann Peter Scheer entwickelte sie Methoden zur Behandlung unerwünschter Begleiterscheinungen bei Sonden-Abhängigkeit und bei anderen frühkindlichen Essstörungen. Überhaupt leistete sie Bahnbrechendes im Bereich der Behandlung von Kindern mit Anorexie, etwa in der Therapie der Sonden-Entwöhnung. Nebenbei inszeniert sie Kinderopern im Next Liberty und gründete einen Kinderchor.

Schirmer ist nicht nur der berühmteste Pianist von Graz und als solcher  in allen Teilen der Welt unterwegs, sondern hat auch eine Professur an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, wo er eine Konzertfachklasse für Klavier leitet. Unter Markus Schirmer entstand auch Scurdia (Improviationsprojekt), zudem ist er der künstlerische Leiter des internationalen Musikfestes Arsonore.

Schmidt ist der einzige Österreicher, der die Funktion des weltweit tätigen Generalinspektors der ESA (European Space Agency) ausübte. Er begann als wissenschaftlicher Angestellter am Weltrauminstitut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Graz und wurde Anfang der 80er zur ESA in die Niederlande berufen. Dort leitete er verschiedene Projekte, unter anderem jenes, das die Grundlagen für die erfolgreiche Mission „Mars Express" schuf. Sein Wissen gab er in Vorlesungen über Weltraumtechnik und Weltraumwissenschaften an der TU in Graz weiter. Aber auch an Hollywood - so beriet er etwa Ridley Scott & Co. für dessen Film „Der Marsianer".

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