KERNÖL-SUPERSTARS

Auszeichnung für neun steirische Öl-Magnaten

Die Menge hat gelitten, die Qulität offenbar nicht: Trotz massiver Ernteeinbußen wurden am Donnerstag so viele Kernölproduzenten wie noch nie für ihr "grünes Gold" ausgezeichnet.

Kammerpräsident Franz Titschenbacher (2.v.l.) mit den Superstars der Kernölprämierung 2015: Friedrich Großschädl (l.), Guntram Hamlitsch (2.v.r.) und Paul Kiendler (r.)
Kammerpräsident Franz Titschenbacher (2.v.l.) mit den Superstars der Kernölprämierung 2015: Friedrich Großschädl (l.), Guntram Hamlitsch (2.v.r.) und Paul Kiendler (r.) © LWK
 

Es gilt als das grüne Gold der Steiermark - und es wird heuer knapp: Das Kernöl. "Trotz der massiven Ernteeinbußen im Herbst, reichten mehr Kürbiskernöl-Produzenten als erwartet ihr Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. bei der Landesprämierung 2015 ein“, freut sich Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher mit den 362 ausgezeichneten Betrieben. 55 Prozent der Produzenten – das ist ein neuer Rekord – gab die Fachjury nach der sensorischen und chemischen Analyse die Höchstnote.

Neun "Kernöl-Superstars"

Neun Produzenten führen die Spitze der prämierten Betriebe an. „Sie haben bisher alle 16 Landesprämierungen erfolgreich gemeistert. Das sind:

  • Familie Friedrich Dirnbauer, Fehring
  • Familie Friedrich Großschädl, Kalsdorf
  • Ölmühle Alois Haindl, Kalsdorf
  • Ölmühle Hamlitsch KG, Deutschlandsberg
  • Ölmühle Kiendler GmbH, St. Georgen a. d. Stfg.
  • Ölmühle Kremsner, Großklein
  • Familie Matthias Kurzmann, Fernitz
  • Familie Alois u. Theresia Schantl, Weitersfeld
  • Familie Franz Strassberger, Vogau

„Das Kürbisjahr 2014 war eines der schwierigsten Jahre seit langem. Die Ernteausfälle waren enorm und betrugen in der Steiermark mindestens 50 Prozent. Die geernteten Kernqualitäten waren aber sehr gut. Erstklassige Kerne sind für eine sehr gute Kürbiskernöl-Qualität entscheidend“, betont Franz Labugger, Obmann der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl.

Die erwartete Kernöl-Knappheit wird heuer laut Labugger zu einer deutlichen Ausweitung der Anbauflächen um 30 Prozent führen. Denn die Nachfrage nach steirischem Kürbiskernöl sei weiterhin steigend, sagt Paul Kiendler, Sprecher der Ölmüller in der Wirtschaftskammer. "Aufgrund der schlechten Ernte 2014 musste aber die Belieferung von Neukunden auf das nächste Jahr verschoben werden. Das Ergebnis der Landesprämierung gibt unseren Kunden die Sicherheit, dass sie auch heuer wieder eine Top- Qualität in ihren Flaschen haben.“

 

Kommentare (9)

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hermannsteinacher
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Es ist rechtlich erlaubt, g.g.A.steirisches Kürbiskernöl

aus niederösterreichischen Kürbiskernen definierter Herkunft im Südburgenland zu pressen und abzufüllen und dann in den Verkehr zu bringen.
Was ist an solchem Kürbiskernöl eigentlich "steirisch"?

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hermannsteinacher
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Aus im Murtal ober Bruck an der Mur angebauten steirischen Ölkürbissen geernteten steirischen Kürbiskernen

in Steiermark gepresstes Kürbiskernöl darf allerdings nicht als "steirisches Kürbiskernöl" bezeichnet werden.
Verkehrte Welt!

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hermannsteinacher
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Die derzeitigen Preise für g.g.A.steir.Kürbiskernöl in den Supermärkten

sind eine Frechheit.

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Schmorschneehuhn
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... steirische Öl-Magnaten?

Sie unterscheiden sich in erster Linie von Magnaten, indem Sie ausnahmslos von Ausgleichszahlungen aus dem Steuertopf leben und das ab nichteinmal so schlecht!

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hermannsteinacher
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Ein Öl-Magnat ist doch ganz etwas anderes,

zum Beispiel "Shell junior" aus dem Film
"Some like it hot"!

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hermannsteinacher
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"Magnat", lt. ÖWB, heutige Bedeutung

Unternehmer in einer Machtposition,
Großindustrieller

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hermannsteinacher
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Es gibt auch hexachlorbenzolfreies Kürbiskernöl,

Bio-Kürbiskernöl sogar, allerdings auf Basis chinesischer Kerne vom Ölkürbis cucurbita pepo var. styriacae, aus kontrolliert biologischem Anbau.

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Juliana21
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Altbekannt und gilt auch für diese Branche:

Wer besser schmiert hat Vorteile!

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hermannsteinacher
0
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Preistreiber-

Branche!

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