NationalratswahlWahlkarten: Steirer-FP verliert ein Mandat

770.109 Stimmen wurden in der Steiermark abgegeben, um vier Prozent mehr als 2013. Nach Auszählung der Wahlkarten stabilisierte sich die Reihung ÖVP vor FPÖ und SPÖ in der Grünen Mark. In Graz schrumpft roter Vorsprung massiv.

Wahlen bewegten.
Wahlen bewegten. © Fuchs
 

Ein Kraftakt war notwendig, um am Montag die Wahlkarten auszuzählen. Rund 150.000 Stück waren in der Steiermark ausgestellt worden. In Graz und Graz Umgebung musste man die Vorzugsstimmenwertung vorerst zurückstellen, um mit den Parteien fertig zu werden.

Ein paar Tausend Karten sind noch am Donnerstag auszuzählen, aber das beeinflusst das Ergebnis "nur noch an der 0,01er-Stelle", hieß es am Dienstag im Land. Ergo: An den Top-3 ÖVP (31,5 Prozent), FPÖ (29,5) und SPÖ (25,1) ändert sich nichts mehr. Am unteren Ende sind die Grünen (2,8 Prozent) chancenlos.

Geändert hat sich für die steirische FPÖ die Mandatsverteilung. Sie verlor durch die Briefwahl in der Steiermark das eine Landesmandat, somit wird Andrea Michaela Schartel doch nicht vom Landtag nach Wien wechseln, bestätigte die Partei am Dienstag. 

>>> Bezirke und Gemeinden: Alle steirischen Ergebnisse <<<

Sicher ist, dass die Wahlbeteiligung viel höher als 2013 war: 79,4 Prozent, um 36.364 Stimmen mehr als bei der letzten Nationalratswahl. 
In puncto Vorzugsstimmen wird vor Donnerstag offiziell nichts publiziert. In den Parteizentralen weiß man aber, dass Josef Muchitsch (SPÖ) ebenso an der Marke von 10.000 kratzt wie Christoph Stark (ÖVP).

Spannend ist das vorläufige Endergebnis inklusive Wahlkarten noch in Graz: Der Vorsprung der SPÖ (27,4 Prozent oder 41.402 Stimmen) auf die ÖVP schmolz dort auf 352 Stimmen.

In der Stadt Deutschlandsberg wiederum trennen Rot und Blau bloß noch 32 Stimmen, und in Leoben beträgt die Differenz SPÖ zu FPÖ 76.
Gleichstand hingegen von SPÖ und ÖVP in Altaussee mit je 297 Stimmen.

Nur die bisher gezählten Wahlkarten in der Steiermark betrachtet, hat die ÖVP 32,5 Prozent erreicht - vor der SPÖ (26,5) und der FPÖ (22). Dahinter die Neos (6,6), die Liste Pilz (6,1) und die Grünen (4,6).

Debatte der Chefredakteure

Die Konsequenzen aus der Wahl debattieren am Dienstag in Graz Hubert Patterer (Kleine Zeitung) und Klaus Hermann (Krone) mit Michael Fleischhacker (Red Bull Media) - um 19 Uhr (Steirische Volkspartei, Karmeliterplatz 6); der Eintritt ist frei.

 

Kommentare (4)

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Lodengrün
15
8
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Was?

Sofort anfechten. Dabei hatte das Abgabekuvert eine bräunliche Farbe, der Klebstoff war nicht rot/schwarz, ..................

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plolin
4
8
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Lodengrün

Es tut mir leid, dass ihr den Einzug verpasst habt, aber es wäre schön langsam an der Zeit, sich damit abzufinden. Stellt euch besser die Frage: warum?

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Acquario
24
17
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Wir werden die nächsten Jahre von einem

31 jährigem Studienabbrecher und einem rechtskräftig verurteiltem Zahntechniker regiert werden.
ein Bravo an die Wählerschaft!

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Reipsi
5
14
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Vielleicht leisten

sie mehr als Andere, die studiert haben !

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