FamilienberatungsstellenBund kürzt 2000 Steirern die Familienberatung

Geplant oder ein Versehen? Eine Million Euro weniger pro Jahr bedeutet 3.000 weniger Beratungsstunden für die Steiermark.

PK 'EHEOeFFNUNG': LINDNER
Nationalratsabgeordneter Mario Lindner: "Mehr als 3.000 Beratungsstunden müssen eingespart werden." © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Eine Million Euro insgesamt spart Familienministerin Juliane Bogner-Strauß im Bereich der Förderungen für die Familienberatung ein, rund ein Fünftel davon in der Steiermark, oder, von SPÖ-Mandatar Mario Lindner, in Zahlen ausgédrückt: „Mehr als 2000 Menschen in der Steiermark wird das betreffen. 3.000 Beratungsstunden müssen eingespart werden.“

Eine Nachfrage beim Dachverband Familienberatung ergibt Erstaunliches: Seit dem Jahr 2007 sei die Fördersumme nie erhöht worden, was ein Budgetloch von fast drei Millionen Euro (bei damals rund 12 Millionen Euro Gesamtbudget) erzeugt habe.

Mit dem Budget 2016 habe man erreicht, dass eine Million Euro, die bis dahin jedes Jahr für den vorgeschriebenen Barrierefrei-Umbau der Büros gebraucht wurde, als Erhöhung ins Regelbudget übernommen wurde, 2017 gab es weitere 500.000 Euro. Damit konnte man die Zahlungen an die einzelnen Förderstellen um rund acht Prozent im Vergleich zu 2007 erhöhen.

Jetzt droht erneut der finanzielle Kollaps. Auf Nachfrage erfuhr Johannes Wahala (Dachverband Familienberatung), dass die Ministerin offenbar nicht informiert war und meinte, auf die Million könne verzichtet werden, weil die Barrierefreiheit ja schon gegeben sei.
400 Beratungsstellen gibt es in ganz Österreich. Ein Hilferuf an die Regierung verhallte – bisher –ungehört.

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