Pflege-StiftungAusbildung von rund 470 Pflegern wird finanziert

Mit einer Pflege-Stiftung soll rund die Hälfte des zusätzlich benötigten Personalbedarfs abgedeckt werden. Die Gesamtkosten der Stiftung belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro, aufgeteilt zwischen den Unternehmen, dem Land und dem AMS.

© Sujetbild/Fotolia
 

Nachdem sich im September das Land Steiermark und die Pflegeheim-Betreiber auf ein zeitgemäßes Pflegemodell - 800 Pflegeposten bis 2020 mehr - geeinigt haben, folgt nun der nächste Schritt: Eine neue, für zwei Jahre konzipierte, Stiftung macht es ab kommendem Jahr möglich, dass 470 Menschen in Pflegeberufen ausgebildet werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro. Diese werden zwischen den Unternehmen (2,2 Millionen), dem Land (1 Million) und dem AMS (0,6 Millionen) aufgeteilt.

Damit können ab kommendes Jahr 470 derzeit Arbeitslose für einen Pflegeberuf ausbilden lassen. Das AMS wird regional informieren, Interessenten testen und Praktika ermöglichen. Danach soll die rund ein Jahr dauernde Ausbildung starten, die in den Job übergeht.

Pflege-Unternehmen, Landesrätin Doris Kampus und AMS stellten die steirische Pflege-Stiftung vor Foto © Land Steiermark

Die sogenannte Implacement-Stiftung wird von der öffentlichen Hand Ressort Soziales und Arbeit, dem Arbeitsmarktservice und den Unternehmen (Trägern) gemeinsam finanziert. Sie bietet Unternehmen die Chance, die Ausbildung von Fachkräften für ihren Bedarf aktiv mitzugestalten. Arbeitsuchende können hingegen darauf vertrauen, unmittelbar nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen zu werden. Auch Praktika sind möglich - wesentliche Voraussetzung für den Eintritt von Personen in die Stiftung ist jedoch der Status "arbeitsuchend".

Ab dem ersten Quartal 2018

Derzeit läuft die Ausschreibung zum Auswahlverfahren des Stiftungsträgers. Mit dem Beginn der ersten konkreten Qualifizierungsmaßnahmen wird daher im ersten Quartal 2018 zu rechnen sein. Die angedachten Ausbildungen sind über Jahre erprobt, jene zur Heimhelferin dauern sechs Monate, jene für PflegeassistentInnen zwölf Monate.

Zukunftsmarkt

„Arbeitslose Menschen erhalten eine gute Ausbildung und werden wieder ins Berufsleben integriert – und das sogar mit Jobgarantie, weil der Pflegebereich weiterhin ein Zukunftsmarkt ist“, sieht die steirische Soziallandesrätin Doris Kampus in der Implacement-Stiftung Pflege für alle Seiten nur Vorteile. Den betroffenen Familien werde die Sicherheit geboten, dass ihre zu pflegenden Angehörigen bestmöglich versorgt sind.

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