Zu wenige Schüler

Acht steirische Volksschulen vor Schließung

Zu wenige Kinder: Aus der Liste von 15 Schließungskandidaten hat das Land Steiermark nun acht Pflichtschulen herausgefiltert, die am Ende dieses Schuljahres zusperren sollen. Weitere Schließungen sind frühestens 2020 geplant.

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Im Fall der Volksschulen Augraben, Etmißl, Falkenstein, Hieflau, Laßnitz bei Murau, Rachau, St. Blasen und St. Johann/Tauern werden Auflassungsverfahren eingeleitet.

Das wird die Landesregierung am Donnerstag auf Antrag von Landesrätin Ursula Lackner (SPÖ) beschließen. Seit Herbst steht ja fest, dass 15 steirische Kleinschulen per Oktober nicht die erforderlichen Mindestschülerzahlen (20) erfüllten. Anfangs war die Zahl der Wackelkandidaten noch größer.

Daraufhin wurde geprüft und nun eine "rote Liste" erstellt. Ziel: Ab dem Schuljahr 17/18 (Start 11. 9. 2017) sollen diese acht Pflichtschulen geschlossen haben - sofern sich die Verfahren bis dahin ausgehen. Bei Hieflau und Rachau haben die Gemeinden selbst schon Auflassungsanträge gestellt.

Als Kritierien für eine Schließung gelten noch die Geburtenentwicklung, der (zumutbare) Schulweg, Gebäudezustand und nicht zuletzt die Kapazitäten der nächstgelegenen Schule.

Derzeit werden in der Steiermark 445 öffentliche und elf private Volksschulen geführt. In den Jahren 2012 bis 2015 kam bereits für 45 Pflichtschulen das Aus.

Nächster Stichtag: 1. 10. 2020

Nachdem die Schließungspläne publik waren, erklärte Lackners Sprecher auf APA-Anfrage, dass bis 2020 seitens des Landes keine weiteren Auflassungen geplant seien. Erst am 1. Oktober 2020 ist wieder Stichtag für eine Prüfung der Schülerzahlen. 

Kritik kam von der Opposition: Hannes Amesbauer (FPÖ) meinte, die Schließungen seien nicht nur aus bildungspolitischen Gründen, sondern auch vom regionalpolitischen Standpunkt aus abzulehnen.

Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ) protestierte ebenfalls gegen die "neuerliche Ausdünnung der Infrastruktur im ländlichen Raum" und die damit verbundenen Folgen für Kinder und Eltern.
Und: Der vor einigen Jahren vorgestellte Bildungsplan enthalte zwar positive Zielsetzungen, umgesetzt würden allerdings "aus Kostengründen" vor allem negative Maßnahmen.

 

Kommentare (2)

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Elli123
16
9
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Wird auch Zeit...

nicht jeder Ortsteil muss seine eigene Schule haben.

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Lodengrün
1
4
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Ja warum denn nicht?

Die Qualität für später ist auf alle Fälle besser, die Kinder gurken nicht herum und wenn man die Oarteifinanzierung etwas kürzt bleiben alle erhalten.

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