Klaus Bachler: Sein Blick ist auf Le Mans gerichtet
Klaus Bachler (20) ist beim DTM-Wochenende auf dem Red-Bull-Ring einziger Lokalmatador. Als Porsche-Junior fährt er seit heuer um ein Engagement als Werkspilot beim Comeback in Le Mans.

Foto © GEPAKlaus Bachler
Klaus Bachler klingt nicht so, als würde er den Umstieg in den Porsche-Carrera-Cup als Knick in seiner jungen Karriere sehen. "Von einem Formel-Auto in einen Sportwagen, das ist eben etwas total Neues. Dass man sich anfangs schwertut, ist logisch", sagt der knapp 21-jährige Bursche, in Unzmarkt, zwischen Österreich-Ring und der Kärntner Grenze, zu Hause.
Im Vorjahr noch im Formel-3-Cup erfolgreich und vorübergehend Österreichs größte Hoffnung seit Langem, muss Bachler eingestehen, an Grenzen gestoßen zu sein. "Vor allem an finanzielle." Deshalb wollte er auch nicht hasardieren. "Wirklich Geld verdienen kannst du letztlich nur in der Formel 1", sagt Bachler. Und die Formel 1 sah er außer Reichweite.
Werkspilot als Ziel
Deshalb hat Klaus Bachler, bis dahin unter den Fittichen von Toto Wolff, Nachwuchsmanager und Mitbesitzer des Formel-1-Rennstalls Williams, auch nicht lange überlegt, als sich bei Porsche die Türe aufgetan hat und er als einer von nur zwei Piloten des Junior-Projekts engagiert wurde. "Eine riesige Chance", sagt Bachler. Stimmt die Leistung, wird er Werkspilot. Wird er Werkspilot, winkt ein Cockpit für das Porsche-Comeback bei den "24 Stunden von Le Mans" 2014.
In drei der bisherigen fünf Saisonrennen war Bachler bereits in den Punkterängen, zuletzt auch auf der Nordschleife des Nürburgrings. Jetzt ist er einziger Lokalmatador des DTM-Wochenendes auf dem Red-Bull-Ring, wo auch der Porsche-Cup zwei Läufe fährt. Und in zwei Wochen wird Bachler zumindest einmal Le-Mans-Luft schnuppern, mit Porsche als Zuschauer an der Strecke mit dabei sein.
Unfall-Erinnerungen
Seinen Horror-Unfall von 2010 hat Klaus Bachler inzwischen abgehakt ("Die Fitness ist top, ich habe auch keinerlei Schmerzen mehr"), aber nicht vergessen. Bei Formel-3-Tests in Hockenheim ist bei 210 km/h das Bremspedal ins Leere gefallen. Drei gebrochene Wirbel mussten im Klinikum Ludwigshafen in zwei Operationen verschraubt werden. Wochenlang war die Karriere zweitrangig. "Das prägt, für den Sport und fürs Leben", sagt Klaus Bachler heute rückblickend.














