Wachtelkönig soll wieder eine Straße verhindern
Der Wachtelkönig, der die Ennsnahe Trasse zu verhindern half, brütet mit hoher Wahrscheinlichkeit in Scheifling. Durch die Gemeinde soll die geplante S 37 führen.

Foto © Peter Eppinger/NaturschutzbundDer Wachtelkönig sorgt wieder für Aufsehen
Der Wachtelkönig: Reizwort für Befürworter des Ausbaus der S 36/S 37 von Judenburg bis Klagenfurt. Musik in den Ohren der zahlreichen Gegner. Bereits im Vorjahr behaupteten einige Menschen im Bezirk Murau, den markanten Ruf des geschützten Vogels gehört beziehungsweise ihn sogar gesichtet zu haben.
Dies war Anlass für den Botaniker Peter Hochleitner, Chef der Landesvogelschutzwarte am Furtner Teich in Mariahof, der Sache - auf Privatinitiative - auf den Grund zu gehen: "Das Ergebnis ist eine Sensation. Wir liegen in der Steiermark von der Verbreitung her wahrscheinlich ganz vorne", sagt Hochleitner. Der Vogel, der schon die Ennsnahe Trasse zu verhindern half, wurde an mehreren Orten entdeckt: "Das beste Ergebnis haben wir in Scheifling." Eine jener Gemeinden, durch die die künftige S 37 führen soll.
Suche nach Crex crex
Laut Hochleitner, bekennender Ausbaugegner, kann davon ausgegangen werden, dass dort eine Brut ist: "Wenn er durchgehend zwölf Tage oder länger ruft, brütet er höchstwahrscheinlich."
Rund 20 Menschen machten sich in den vergangenen Wochen gezielt auf die Suche nach dem Vogel mit dem lateinischen Namen Crex crex. Auch Bauern beteiligen sich an der Aktion, indem sie Felder, in denen das Tier entdeckt wurde, vorerst nicht bearbeiten. Laut Hochleitner ist die Brut vor Kurzem geschlüpft, demnächst will man sich auf die Suche nach dem Nachwuchs machen.
In den kommenden Jahren soll das Vorkommen in der Region ebenfalls unter die Lupe genommen werden. Das erklärte Ziel ist, dass der Raum zum Vogelschutzgebiet erklärt wird.
Thomas Grünstäudl von der Asfinag: "Natürlich haben auch unsere Vogelkundler dort Untersuchungen durchgeführt." Details könne er nicht nennen, der zuständige Projektleiter befindet sich auf Urlaub. Deswegen sind auch die Ergebnisse der Dokumentation Hochleitners für ihn "schwer einschätzbar".













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