Bezirks- und Gemeindesuche
Echter Heldeneinsatz, ein ganzes Leben lang
Am Freitag machte die Heldentour der Kleine Zeitung in Judenburg Station. Zahlreiche Einsatzorganisationen demonstrierten bei Schauübungen ihr Können. Natürlich ehrenamtlich.

Foto © Sonja Haider-Krätschmer
Agnes Pfandl und Harald Linauer sind echte Helden des Alltags. In ihrer Freizeit arbeiten sie ehrenamtlich für das steirische Kriseninterventionsteam und betreuen Menschen, die einen Todesfall in der Familie hatten. Am Freitag waren Pfandl und Linauer am Hauptplatz in Judenburg bei der Kleine Zeitung-Heldentour vertreten. Zahlreiche ehrenamtliche Einsatzorganisationen und Vereinen nahmen daran teil, um der Bevölkerung zu zeigen, was sie das ganze Jahr über leisten.
"Ich mache das jetzt seit sechs Jahren und wir hatten schon viele Fälle hier in den Bezirken Judenburg und Knittelfeld", erklärt Pfandl. Gemeinsam mit Harald Linauer betreut sie Familien und spricht mit ihnen über Tod, Verlust und wie es weitergehen wird. "Wenn ein Mensch stirbt, ist es immer tragisch. Wir helfen in so einer Situation", so Linauer.
Verunfallte
Für Rudolf Krenn, Obmann der Bergrettung Judenburg, geht die Situation meist gut aus, wenn sie in den Bergen Verunfallte oder Verirrte retten müssen. Aber: "Es gibt auch negative Erlebnisse. Zum Beispiel, wenn wir Tote bergen müssen. Das ist dann nicht so einfach", erklärt Krenn.
Er und sein ganzes Team, sowie Feuerwehr, Rotes Kreuz, Naturfreunde und das Kriseninterventionsteam haben eines gemeinsam: Sie helfen, ohne dafür Geld zu nehmen in ihrer Freizeit.
Um der breiten Bevölkerung ihr Können zu demonstrieren, wird im Rahmen einer Schauübung eine echte Rettungsübung von Feuerwehr und Rotem Kreuz um Punkt 16.30 Uhr durchgeführt. Dabei werden Unfallopfer aus zwei Autos geborgen.
Auch die Bergrettung demonstriert ihr Können sehr spektakulär. "Wir seilen uns vom Stadtturm ab und retten einen Verunfallten. Bei der zweiten Übung werden wir aus einem Kran den Kranführer bergen, der bewusstlos ist", erklärt Rudolf Krenn.
Langzeit-Freiwilliger
An keiner Übung nehmen Ilse Rauszig und Heinrich Hasler teil. Sie informieren in einem Zelt Interessierte über das Rote Kreuz. "Ich bin seit 30 Jahren dabei", ist Rauszig stolz. Kollege Hasler ist seit 46 Jahren dabei. "Ununterbrochen, ich habe keinen Tag ausgelassen und übernehme noch heute Krankentransporte", so Hasler. Rauszig meint: "Es gibt zwar tragische Momente, aber auch sehr schöne. Gerade diese lassen mich wieder wissen, warum ich mich engagiere."


















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