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Zuletzt aktualisiert: 27.02.2009 um 20:17 UhrKommentare

Mit Fleiß und Qualität zum beliebten Hotelier

Als Kind und Jugendlicher lernte Erich Geihseder eine harte Lebensschule kennen. Als Hotelier machte der gebürtige Hartberger Karriere in der Heimat von Skigröße Annemarie Moser.

Das Gastronomenpaar Erich und Brigitte Geihseder betreibt mit Sohn Jens (Mitte) einen Gasthof in Kleinarl

Foto © Kleine Zeitung/Josef SummererDas Gastronomenpaar Erich und Brigitte Geihseder betreibt mit Sohn Jens (Mitte) einen Gasthof in Kleinarl

Erich Geihseder wuchs als Pflegekind in Dienersdorf und Unterneuberg auf. Der schmächtige Knabe hatte es alles andere als leicht. Er wusste sich aber schon damals durchzusetzen und schloss mit 18 Jahren erfolgreich die Lehre als Koch und Kellner im Ring-Rasthof ab. "Lehrmeister Werner Grabner gab mir das berufliche Rüstzeug mit, um in meiner Branche erfolgreich zu sein", sagt Erich Geihseder heute.

Früh übt sich. Nach einigen Jahren auf Schiffen und in Nobelskiorten wurde er bereits mit 22 Jahren Küchenchef im Schlossbergrestaurant in Graz. Einige Jahre später nahm er in Wagrain die Stelle eines Küchenchefs an. 1985 bot sich die Gelegenheit, den abgewirtschafteten und teilweise niedergebrannten "Botenwirt" am Ortseingang von Kleinarl zu ersteigern. Mit seiner Frau Brigitte, einer gebürtigen Wenigzellerin, brachte er zuerst das Gasthaus auf internationalen Standard. 1990 wurden 20 Betten dazugebaut, 2003 erweiterten die Geihseders auf 56 Betten.

Mundpropaganda. Dass sich beim "Botenwirt" in Kleinarl die Tische biegen, blieb auch seinen ehemaligen Bekannten, Schul- und Jugendfreunden aus der Oststeiermark nicht verborgen. Sie kommen in Scharen. Nicht nur die Oststeirer, auch Deutsche, Niederländer, Belgier und Dänen wissen die Kochkunst und das Preis-Leistungsverhältnis zu schätzen. "Am stärksten sind natürlich die Gäste aus meiner früheren Heimat vertreten. Da erledigt die Mundpropaganda eigentlich alles. In den letzten Jahren ist auch der Sommer gut angelaufen, denn wir können hier noch Natur pur bieten", sagt der nun bald 54-jährige Geihseder zufrieden, der mit Frau Brigitte, Sohn Jens und drei Beschäftigten den Betrieb schaukelt.

Freizeit. Trotz des vollen Einsatzes im Beruf fand Geihseder Zeit, 1994 den ersten Fußballverein in Kleinarl zu gründen. Einige seiner Schützlinge schafften schon den Sprung in eine höhere Liga, so auch sein Sohn Björn, der zwei Jahre bei Anif kickte. Bleibt zwischendurch ein bisschen Zeit, geht Erich Geihseder gerne mit Schilegende Annemarie Moser auf einen Bock ins Kleinarltal.

JOSEF SUMMERER

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