Schule trauert um Sandra
Die Staatanwaltschaft Eisenstadt ermittelt im Fall der an Meningokokken verstorbenen Sandra Z. auf fahrlässige Tötung. In der Schule der jungen Frau ist die Betroffenheit groß.

Foto © kkMeningokokken-Opfer Sandra (links)
Der tragische Tod der oststeirischen Schülerin Sandra Z. ist nun Sache der Staatsanwaltschaft Eisenstadt. Derzeit laufen die ersten Untersuchungen, die den genauen Sachverhalt klären sollen. "Wir warten jetzt das Ergebnis der Obduktion und das toxikologische Gutachten ab", bestätigt Pressesprecherin Alexandra Maruna.
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Betroffenheit. In der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft im Stift Vorau, wo die 15-Jährige die erste Klasse besuchte, ist dieser Tage die Betroffenheit groß. "Schon als wir am vergangenen Donnerstag von der Mutter hörten, dass es Sandra sehr schlecht geht, haben die Schülerinnen mit den Lehrerinnen für sie gebetet", erzählt Direktorin Maria Ebner. Und am selben Tag seien die Schülerinnen aus Sandras Klasse bereits vorbeugend mit Antibiotika behandelt worden.
Impfung. Am Montag erfolgte dann eine Meningokokken-Impfung durch die Gesundheitsbehörde. "Rein prophylaktisch", wie Hartbergs Bezirkshauptmann Max Wiesenhofer betont, "denn um infiziert zu werden, muss man mit der Person sehr engen Kontakt gehabt haben." Neben der gesundheitlichen Betreuung wird den Schülern, Lehrern und Angehörigen psychologische Unterstützung durch das Kriseninterventionsteam angeboten.
Ansteckung
Meningokokken sind Bakterien im Nasen-
Trauerarbeit. In der Schule selbst übernehmen die Lehrerinnen die Trauerarbeit mit den Schülerinnen. Ebner: "Wir haben einige Pädagoginnen mit Hospiz- und Sozialausbildung, da dies einer der Schwerpunkte bei uns ist." Im Vorraum im ersten Stock haben die Schülerinnen zum Gedenken eine Tafel mit Trauerflor und dem Foto von Sandra aufgestellt, davor brennt eine Kerze.
Rose zum Abschied. Die Internetseite der Schule widmet sich ebenfalls der jungen Frau. "Die Schülerinnen aus Sandras Klasse beginnen, sich für das Begräbnis vorzubereiten", schildert die Direktorin: "Eine Schülerin wird bei der Verabschiedung Sandras Lieblingslied ,The Rose' singen. Das wird ihr nicht leicht fallen, aber sie hat gesagt, für Sandra tut sie es."
Für die Staatsanwaltschaft wird Sandras Fall länger nicht abgeschlossen sein: Die Abläufe seien besonders komplex gewesen, man rechne mit dem schriftlichen Ergebnis des Gutachtens erst in einem Monat. Im Augenblick würden noch Routineschritte durchgeführt, da es noch keine eindeutigen Beschuldigten gäbe. "Allerdings kann Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden, weswegen wir auch Erhebungen hinsichtlich fahrlässiger Tötung in den betreffenden Krankenhäusern durchführen werden", so Maruna. Im Fall eines Schuldspruchs wegen fahrlässiger Tötung sind ein bis drei Jahre Freiheitsstrafe möglich.
Features
Meningokokken-Infektion
Es gibt 13 Typen der Meningokokken-Bakterien, 70 Prozent werden durch Sero-
Symptome und Therapie
Hohes Fieber, Erbrechen, Schüttelfrost und Krämpfe sowie Bewusstseinstrübung und punktförmige Haut-







