Hochspannung im Vorauer Kessel
Sonntag entscheiden die Bürger des Vorauer Kessels über die Fusion ihrer fünf Gemeinden. Ortschefs rechnen mit Ja, spannend wird es in Schachen.

Foto © Susanne Preiss
Kommenden Sonntag schlägt im Vorauer Kessel kommunalpolitisch die Stunde null: In einer amtlichen Befragung entscheiden die Bürger aller fünf Gemeinden über die von ihren Bürgermeistern ausverhandelte Gemeindefusion. Vergangene Woche fanden dazu zeitgleich Bürgerinfoabende statt, die Stimmung sei dabei durchwegs sachlich und wohlwollend gewesen, berichten die Bürgermeister.
Ein eindeutiges Votum für die Fusion in der Marktgemeinde Vorau erwartet sich Voraus Bürgermeister Bernhard Spitzer (VP). "Ich bin sehr positiv gestimmt, dass uns die Bevölkerung folgt." Auch wenn die Ausgangslage im Zentralort etwas anders sei, werden sich wohl auch im Umland die Fusionsbefürworter durchsetzen, schätzt Spitzer.
Einen Trend in diese Richtung für den gesamten Kessel ortet auch Riegersbergs Bürgermeister Erich Kager (VP). "Ich gehe von einer Mehrheit aus", sagt er. Dem Urnengang blicke er schon ein bisschen aufgeregt entgegen. Kager hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung.
Diesem Wert kommt besondere Bedeutung in der Gemeinde Schachen bei Vorau zu. Denn erstmals legt sich Bürgermeister Patritz Rechberger (VP) gegenüber der Kleinen Zeitung in Sachen Verbindlichkeit der Befragung fest: Ab einer Wahlbeteiligung von zumindest 75 Prozent sei das Ergebnis für die Gemeindeführung politisch bindend, verkündet er. In seiner Gemeinde - die FP macht hier massiv Stimmung gegen die Fusion - gebe es rege Diskussionen, eine klare Richtung sei nicht herauszulesen. "Es wird spannend."
Gewählt wird einheitlich von 8 bis 14 Uhr - ab 15.30 Uhr sollte das Ergebnis feststehen.








