Akademie Vorau stellt die Generationenfrage
Die diesjährige Frühjahrsakademie im Stift Vorau widmet sich den Beziehungen zwischen den Generationen. Zu Gast ist der bekannte Wiener Soziologe Roland Girtler.

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In seine dritte Auflage geht die Frühjahrsakademie im Stift Vorau in diesem Jahr. Widmete man sich in den vergangenen beiden Jahren Themen mit Bezug zur Religion, so stehen heuer gesellschaftliche Prozesse im Mittelpunkt. "Beziehungen zwischen den Generationen in turbulenten Zeiten" lautet der Titel des zweitägigen Symposiums am 4. und 5. Mai.
"Unser Ziel ist nicht nur die religiöse Bildung, sondern auch die gesellschaftspolitische", begründet der Obmann des Frühjahrsakademie-Vereins, der ehemalige Hartberger Bürgermeister Manfred Schlögl, die Abkehr von der bisherigen Richtung des alljährlichen Symposiums. "Wir behandeln mit der Generationenfrage ein Thema, das aktuell ist und das sich durch alle Lebensbereiche zieht", sagt Schlögl.
Gleich zum Auftakt wird mit einer Diskussion unter dem Titel "Verbrauchen wir unsere Zukunft?" eine provokante Frage gestellt. Bekannterweise pointierte Antworten darf man sich vor allem von einem Diskussionsteilnehmer, dem prominenten Wiener Soziologen Roland Girtler erwarten. Mit ihm am Podium werden die Politiker Bettina Vollath und Reinhold Lopatka sitzen.
Zähe Verhandlungen
Vier Monate mit Verhandlungen verbrachte Schlögl, um Girtler von der Teilnahme in Vorau zu überzeugen. "Ich habe ihm schließlich gesagt, dass mit ihm die ganze Veranstaltung steht oder fällt", erzählt Schlögl und schmunzelt, wenn er daran denkt "welche Worte, die ich gar nicht alle wiederholen kann, wir gewechselt haben." Schließlich bekam Schlögl von Girtler noch die Aufgabe übertragen, einen gleichzeitig mit Vorau stattfindenden Termin an der Universität Klagenfurt für ihn verschieben zu lassen. Schlögl: "Ich habe dem Klagenfurter Rektor die Situation erklärt und er war sehr entgegenkommend."
Lebenslanges Lernen
Interessante Erkenntnisse verspricht auch der zweite Tag des Symposiums, an dem der Sozialwissenschaftler Franz Kolland ein Referat zum Generalthema der Veranstaltung und über "Unruhezustand in der ländlichen Lebenswelt - Neugierde kennt keine Altersgrenze" hält. Kolland ist Mitbegründer der Ausbildung in Geragogik - der Alterspädagogik - in Österreich und langjähriger Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Sozialgerontologie. Passend dazu werden in Vorau auch die Projekte "Meine-Deine-Unsere Lebenswelt" und "Lebenslanges Lernen mit dem Fokus Ältere" vorgestellt.
Features
FAKTEN
Die diesjährige Frühjahrsakademie im Bildungshaus Vorau wird am Freitag, 4. Mai, um 19 Uhr mit einer Podiumsdiskussion zum Thema "Verbrauchen wir unsere Zukunft?" eröffnet. Teilnehmer sind unter der Moderation von Ludwig Kapfer der Soziologe Roland Girtler, Finanzlandesrätin Bettina Vollath (SP) und Nationalratsabgeordneter Reinhold Lopatka (VP).
Referent des zweiten Akademietages am 5. Mai ist Sozialwissenschaftler Franz Kolland.
Zur Diskussion und den Vorträgen ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich: Bildungshaus Vorau, Tel. (0 33 37) 28 15-0, E-Mail: office@bildungshaus.eu
Die Tagungsgebühr beträgt 20 Euro für beide Tage, sieben Euro für Freitag (Diskussion).









