Die Kälte setzt den Tieren arg zu
Die kalte Jahreszeit macht einigen Tieren zu schaffen. Vor allem Hunde leiden oft unter den frostigen Temperaturen. Wichtig sind vor allem warme Rastplätze und Wasser.

Foto © APAKleine Hunde oder Vierbeiner mit kurzen Haaren sollten bei kalten Temperaturen nicht zu lange im Freien sein
Schnee und kalte Temperaturen machen einigen Tierarten das Leben schwer. Während kälteresistente Tiere in dieser Jahreszeit zur Hochform auflaufen, leiden vor allem kleine Hunde oder Vierbeiner mit kurzem Fell unter den frostigen Bedingungen. "Der Winter ist speziell für Hunde wie den Husky oder Neufundländer die beste Jahreszeit. Bei optimalen Bedingungen entwickeln sie gute Leistungen und viel Energie", meint Josef Hanl, Tierarzt in Vorau.
Jedoch gibt es neben den Winterliebhabern auch Rassen, die die vierte Jahreszeit am liebsten meiden würden. Speziell Kurzhaarhunde leiden unter winterlichen Bedingungen. "Hunderassen mit kurzem Fell sollten nicht zu lange im Freien bleiben. Außerdem sollte man als Besitzer den Hund bei frostigen Temperaturen nicht vor dem Geschäft warten lassen", sagt Sabine Prechtl, Veterinärmedizinerin aus Kaindorf.
Kälteschutz für die geliebten Vierbeiner bieten neben Pfotenpatscherln auch Mäntel. Diese sind nicht als Modeerscheinung oder Accessoire für Hunde zu sehen, sondern als Wärmelieferanten bei arktischen Temperaturen.
Streusalz
Neben der kalten Jahreszeit macht Hunden besonders das Streusalz bei Spaziergängen zu schaffen. "Nach dem Ausgang sollte man die Pfoten mit warmem Wasser abwaschen und danach am besten mit einer Fettcreme einschmieren", empfiehlt Hanl.
Für Katzen ist der Winter hingegen keine große Herausforderung. "Katzen stecken die kalte Jahreszeit problemlos weg. Sie gewöhnen sich schnell an frostige Temperaturen, da sie immer aus dem Haus und wieder hinein huschen", berichtet Prechtl. Kritisch kann es bei Katzen nur beim Fellwechsel werden. Bürstet man sie nicht regelmäßig, kann ein "Teppich" entstehen der verfilzt und den Wärmeschutz beeinflusst, ergänzt Hanl.
Wichtig ist für alle Haustiere neben einer guten Ernährung, ein trockener Liegeplatz und genügend Wasser. Bleibt der Appetit jedoch aus und wirkt das Tier matt, sollte man sofort Fieber messen. Übersteigt die Körpertemperatur 39,5 Grad, muss man sich an den Tierarzt wenden. Bei leichten Verkühlungen wie Husten oder Schnupfen ist ein Tierarztbesuch nicht unbedingt erforderlich, meint Hanl.
Krankenbox
Nutztiere wie Pferde oder Schafe sind Kälte unempfindlich und deswegen gut gegen frostige Temperaturen gerüstet. Trotzdem ist auch für sie Wasser und Silo- oder Kraftfutter wichtig. Ähnlich wie bei Haustieren, ist aber auch bei Nutztieren ein trockener Unterstellplatz Voraussetzung für das gute Überstehen des Winters. Sollten trotzdem Ermüdungserscheinungen oder Fieber auftreten, kommt die Krankenbox zum Einsatz. "Diese spendet neben Ruhe auch viel Wärme", erklärt Hanl.







