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Zuletzt aktualisiert: 26.01.2012 um 18:30 UhrKommentare

Zwei Ordensspitäler von zwei Betreibern mit nur einem Chef

Marienspital Vorau und die Elisabethinen legen ärztliche Leitung zusammen. Misstöne im Fux-Konservatorium.

Internist Gerhard Stark leitet zwei Spitäler für zwei Betreiber

Foto © KANIZAJ Internist Gerhard Stark leitet zwei Spitäler für zwei Betreiber

Nicht nur die Landeskrankenhäuser spüren den wachsenden Kostendruck, auch die Ordensspitäler zwingen knapper werdende Ressourcen zu mehr Kooperation. Mit dem Marienkrankenhaus Vorau und den Elisabethinen in Graz haben nun erstmals in der Steiermark zwei Häuser unterschiedlicher Betreiber ihre ärztliche Führung komplett zusammengelegt. Am 1. Februar wird der Internist Gerhard Stark (50), langjähriger Primar am LKH Deutschlandsberg, die Leitung beider Häuser übernehmen.

Man verspricht sich davon Einsparungen aber auch steigende Möglichkeiten im medizinischen Bereich. Stark, der diese Herausforderung als Pilotprojekt stemmen soll, ist als Mitglied der Gesundheitsplattform, nunmehriger Ärztechef bei den Elisabethinen sowie Landtagskandidat für die VP von Hermann Schützenhöfer im Jahr 2010 in Spitalszene und Politik bestens vernetzt.

In Vorau waren der Zusammenführung massive Spannungen zwischen dem mittlerweile abgetretenen ärztlichen Direktor Christian Glaser und Geschäftsführerin Manuela Holowaty vorausgegangen (wir berichteten). Als sich ein Ende des Dienstverhältnisses des Ärztechefs abzeichnete, sollen die Elisabethinen ihre Fühler in die Oststeiermark ausgestreckt haben. "Medizinische Qualität und Effizienz sind eben der Maßstab der Zukunft", sagt dazu Christian Lagger, Geschäftsführer der Elisabethinen.

Dass die Suche nach Synergien in einen Jobabbau münden könnte, wird von allen Seiten heftig bestritten. Allerdings: Bei Nachbesetzungen will man sich künftig genau anschauen, ob solche wirklich notwendig seien, bestätigt Lagger. Sparpotenzial über den wegfallenden Leiterposten hinaus sehen die Spitäler vor allem in einer Zusammenführung der Abläufe - vom Qualitätsmanagement bis hin zur IT. Es wird aber wohl auch um die Koordination medizinischer Schwerpunktsetzungen in den beiden Häusern gehen.

Steirischer Forschungsrat

Nach Auslaufen der Funktionsperiode wurde die neue personelle Zusammensetzung des Steirischen Forschungsrates auf Antrag von Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder von der Landesregierung beschlossen. Acht Mitglieder wurden auf Vorschlag unter anderem der Landesregierung, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Hochschulkonferenz nominiert: Mario J. Müller (Fibag - Forschungszentrum Bauwesen), Andreas Gerstenmayer (AT&S), Peter Baumgartner (Donau-Uni Krems), Marianne Hilf (Uni St. Gallen), Hans Sünkel (TU Graz), Sabine Herlitschka (Infineon), Matthias Karmasin (Uni Klagenfurt) und Generalsekretär Friedrich Faulhammer (Wissenschaftsministerium). Der Forschungsrat berät die Landesregierung in Fragen der Forschung, Innovation und Technologie. Die Funktionsdauer beträgt fünf Jahre.

Fux-Konservatorium

Eine Postenvergabe sorgt im angesehenen Johann-Joseph-Fux-Konservatorium für Misstöne. Nach Ausschreibung und Hearing kam ein Musiklehrer zum Zug, dem aber eine Prüfung gefehlt hatte, um alle Vorgaben exakt zu erfüllen. Der Steirer hat seine Prüfung erst vor Kurzem abgelegt: wegen eines anderen Vorstellungsgesprächs.

Gesucht hat das Grazer Konservatorium 2011 nach einem Musiklehrer für Schlaginstrumente (acht Wochenstunden; Gage Vollzeit: ab 2180 Euro brutto). Voraussetzung: Abschlüsse auf Kunst- und Pädagogik-Ebene. Drei Profis kamen in die Endauswahl: Die Stelle erhielt jener, der noch eine Prüfung (Instrumental-/Gesangspädagogik) zu absolvieren hatte. Das holte er heuer - nach Dienstantritt - nach. Warum nicht eher? Der Prüfungstermin ist mit einem Vorstellungsgespräch kollidiert, das der Drummer nicht auslassen wollte. Auch diesen Job konnte er ergattern.

Konservatoriumsleiter Anton Maier sieht "keinen Erklärungsbedarf". Der Kollege hätte seinen Abschluss. Erst auf Nachfrage bestätigt Maier, dass ein Termin vertagt worden sei. Kurt Gober (Fachbereich Schlagwerk) findet dies nicht weiter schlimm. Ob das alle zu kurz gekommenen Bewerber auch so sehen?

THOMAS PILCH, NORBERT SWOBODA, THOMAS ROSSACHER

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