Gar keine nüchterne Schau über den Tanz
HARTBERG. In Abendkleidung - wie in der Einladung gebeten - erschien ein Großteil des Publikums zur Eröffnung der Ausstellung "Darf ich bitten . . ." im Stadtmuseum Hartberg. Der Wunsch von Ausstellungsmacherin Elisabeth Zeindlinger, sich mit gepflegten tänzerischen Schritten durch die Ausstellung zu bewegen, blieb hingegen ungehört. Denn für einen weit ausholenden Tanzschritt hätte der Platz einfach nicht gereicht.
Zeindlinger führte anhand von Schülerarbeiten und einzelnen historischen Exponaten - wie zum Beispiel eine alte Bockspfeife aus dem Vorauer Raum - in die europäische Tanzgeschichte ein. Hartbergs Bürgermeister Karl Pack wies in seiner Rede auf den gemeinsamen Nenner zwischen Tanz und Politik hin: "Für beides braucht man einen klaren Kopf."
Der große römische Philosoph Marcus Tullius Cicero war indes gegenteiliger Meinung. So ist in der Ausstellung in großen Lettern folgender Spruch von ihm zu lesen: "Wohl niemand tanzt, wenn er nüchtern ist." Ob ganz oder nicht ganz klar im Kopf, Hauptsache getanzt wird!
Kulturstadtrat Wolfgang Böhmer unterstrich den kommunikativen Mehrwert des Tanzes sowie seinen gesellschaftspolitischen Aspekt: "Nur wo Freude ist, kann auch Friede sein."
Unterschiedliche Tanzeinlagen von Schülern des Gymnasiums in Hartberg sowie von einem Turniertanzpaar und einigen Hobbytänzerinnen fanden beim Publikum viel Anklang. FRANZ BRUGNER







