Frost setzte Erdbeeren zu
Der späte Frost am Wochenende hat im Bezirk Spuren hinterlassen. Schäden haben Erdbeeren, Kürbis, Kartoffeln und Mais davon getragen.

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Frost setzte am vergangenen Wochenende der Landwirtschaft zu (wir berichteten). Auch in der Region entstanden zahlreiche Schäden. Ausfälle gibt es vor allem bei Kürbis, Mais und Kartoffeln. Am schlimmsten hat der Spätfrost im Hartbergerland allerdings die Erdbeerfelder in Mitleidenschaft gezogen.
"Zum Glück haben wir im Obstbau nicht so große Schäden wie beispielsweise im Ilztal. In Gebieten wie Stubenberg oder dem Feistritztal sind aber auf alle Fälle Frostschäden entstanden", sagt Johann Reisinger, Obmann der Land- und Forstwirtschaftskammer. Ausfälle von 40 bis 80 Prozent gebe es hingegen bei den Erdbeeren - große Felder sind unter anderem in Eggendorf, Grafendorf und Kaindorf - zu beklagen, weiß Reisinger und ergänzt: "Ungefähr 20 Hektar sind geschädigt."
Mit Frostschäden haben auch viel Kürbisbauern zu kämpfen. "In Tallagen in der Nähe von Flüssen haben wir stellenweise Totalausfälle", erzählt der Kammerobmann. Markante Schäden seien zudem entlang vieler Randbereiche der Felder zu bemerken. "Ist das Keimblatt beim Kürbis beschädigt, wächst die Pflanze zwar, es gibt aber keine Frucht", erläutert Reisinger.
Verbrannt schauen viele Blätter der Kartoffelpflanzen aus. Schuld daran waren ebenfalls die frostigen Temperaturen. Wie sich das auf die Ernte auswirkt, wird sich erst zeigen. "Das kann man derzeit noch nicht sagen. Eine verminderte Blattmasse kann aber bewirken, dass es kleinere Früchte gibt", so der Experte.
Bis die genauen Schäden feststehen, die der Frost in der Nacht von 18. auf 19. Mai verursacht hat, wird es noch ein wenig dauern. Momentan wird nämlich noch erhoben. Eines ist sich Reisinger aber sicher: "An so späte Fröste kann ich mich nicht erinnern."









