Gemeinde reißt den Seehof ab
Der legendäre Seehof in Stubenberg wird beseitigt. Im Juni sollen auf dem Gelände die Seefestspiele stattfinden.

Foto © PilchVP-Bürgermeister Franz Hofer zeigte sich irritiert von der Kritik der SP in Sachen Kirchenstiege. Dem Seehof machte das Plenum einstimmig den Garaus
Der Seehof am Stubenbergsee wird abgerissen. In seiner jüngsten Sitzung fasste der Stubenberger Gemeinderat einstimmig den Beschluss, das schwer in die Jahre gekommene Gebäude endgültig beseitigen zu lassen. Eine Sanierung hätte laut Schätzung 1,7 Millionen Euro gekostet, erklärte Bürgermeister Franz Hofer (VP). "Ich weiß nicht, wer diese Summe investieren hätte sollen."
An dem Grundstück, das der Gemeinde gehört, herrscht ohnehin großes Interesse. So könnte hier einmal die geplante Freizeitanlage des Bundessportzentrums Schielleiten entstehen - sofern sich die Gemeinde in den Verhandlungen mit der Gesellschaft einigt. Zuvor war an derselben Stelle der Bau eines Jugendgästehauses angedacht gewesen.
Aber auch in näherer Zukunft, nämlich schon kommenden Sommer, soll auf dem Grundstück die Post abgehen: Die ersten Stubenberger Seefestspiele (wir berichteten) sollen hier mit der "Zirkusprinzessin" von 7. Juni bis 8. Juli ihre Zelte aufschlagen. Fassungsvermögen des Hauptzelts: mehr als 1000 Besucher.
Über den von den Sozialdemokraten im Gemeinderat verlangten Zusatz, wonach das geräumte Seehofgelände 2012 zwingend für die Operette frei gehalten werden müsse, wurde nicht abgestimmt. Dies verstehe sich wohl von selbst, meinte Hofer.
Vorverkauf
Das nimmt auch Josef Schreiner, der Organisator der Festspiele, an. "Ich gehe davon aus, dass das dort stattfindet", sagt er zur Kleinen Zeitung. Der Vorverkauf laufe gut, man habe mittlerweile mehr als 10.000 Karten verkauft. Die Marke von 20.000 Besuchern werde wohl erreicht, meint Schreiner.









