"Fischkoppraserei" mit zwei Steirern
Zwei Stubenberger nehmen am 54. Fischereihafenrennen für Motorräder in Bremerhaven teil.
MOTORSPORT. Dort, wo normalerweise die Fischer ihre Netze über die Straße schleifen, wird an diesem Wochenende Motorsport vom Feinsten geboten. Die Rede ist nicht von der berühmten Rascasse-Haarnadel in Monte Carlo, wo die Strecke wegen besagter Netze frei nach Heinz Prüller besonders rutschig war, sondern vom Fischerhafen im norddeutschen Bremerhaven. Dort findet zum 54. Mal das Fischereihafenrennen für Motorräder statt. "Fischkoppraserei" wird das Rennen in Deutschland gerne genannt.
Und mit dabei sind heuer auch zwei Oststeirer, Christian Hirsch und Stefan Hofer aus Stubenberg am See.
Insgesamt werden in zehn verschiedenen Klassen von der "Schnapsglasklasse" mit 50 Kubikzentimetern bis zur 1300er-Superbike rund 200 Piloten antreten. Hirsch und Hofer fahren mit zwei Kawasaki Ninjas in der Klasse Supersport 600. "Die Strecke ist nur durch Strohballen und Eisengitter gesichert. Rundherum sind 20.000 Zuschauer dabei", weiß Hofer.
Die Zielsetzung der beiden Steirer für die Rennen am Montag ist klar. "Stürzen verboten. Aber nur wenn man mit vollem G'schäft über Kanaldeckel fährt, hat man auch Chancen, unter die Top 20 zu kommen. Und das wäre schon schön", sagt Hofer.
Erfahrung haben die beiden Oststeirer nicht nur auf öffentlichen Straßen gesammelt, sondern auch in zahlreichen Rennsporteinsätzen. In der aktuellen Saison sind sie auch im Valentinos European Racer Cup vertreten. RAIMUND HEIGL








