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    Zuletzt aktualisiert: 09.07.2008 um 22:21 UhrKommentare

    Herberstein: Das Urteil spaltet Stubenberg

    Die Urteile - vor allem die Strafe für Andrea Herberstein - sorgten gestern für heftige Reaktionen in Stubenberg. Fünf Monate unbedingte Haft halten manche für nicht ausreichend.

    Das Schloss Herberstein

    Foto © APADas Schloss Herberstein

    Stubenberg, 15 Uhr. Die Betreiberin eines kleinen Cafes hat soeben von den Urteilen im Herberstein-Prozess gehört. "So so, fünf Jahre unbedingt für die Gräfin", sagt sie und wiegt nachdenklich den Kopf. Als man ihr sagt, dass es fünf Monate sind, schlägt sie die Hände vors Gesicht. "Oh mein Gott. Das ist nicht gerecht." Ihre Zähne beginnen aufeinander zu mahlen. Nein, eine Sauerei sei das. Als Kleiner, der seine Alimente nicht zahlen könne, gehe man nämlich anständig sitzen. "Und die Gräfin . . ." Sie verstummt.

    "Enttäuscht". Es ist ein heißer Tag im oststeirischen Stubenberg. Nur vereinzelt spazieren Menschen über den Hauptplatz, wer nicht arbeitet, liegt auf der Wiese am See. Der einzige Gast im Cafe reagiert ebenfalls verstört auf die Nachrichten aus dem Gerichtssaal. Die obersten zwei Knöpfe seines Hemdes offen, hockt er grübelnd da und zeichnet mit seinem Zeigefinger einen Kreis in die Luft. "Die meisten im Ort sind enttäuscht", sagt er. Aber es sei gut zu wissen, dass man sich offenbar ohne Konsequenzen bei der Steuer Geld sparen könne. "Sie" habe es vorgezeigt, schimpft er. Je länger er über "sie", also Andrea Herberstein, spricht, desto steifer richtet sich sein Oberkörper auf. Die Muskelspannung lässt erst nach, als die Rede auf Maximilian kommt. Der Freispruch sei vertretbar, findet er. Die Betreiberin des Cafes stimmt zu: "Ja, der hat wohl nichts gewusst."

    Mitteilungsbedürftig. So mitteilungsbedürftig sind nicht alle. Kirchenwirt Erich Windhaber blockt ab. Er habe vom Strafausmaß noch nichts gehört. Ähnlich läuft's beim örtlichen Friseur. "Bitte, mich betrifft's ja nicht", stellt die Friseurin fest. Dann knattert schon wieder die Haarschneidemaschine.

    Trost. Am See tummeln sich indes Hunderte Badegäste. Urlauber bräunen sich auf Liegestühlen, man jausnet Wurst und Käse aus Kühltaschen. Groß ist das Aufsehen bei einer Gruppe aus Wien, als der Richterspruch zur Sprache kommt. Fünf Monate unbedingt seien nicht berauschend, meinen Leopold Koblmüller und Anton Zetthofer. "Na wenigstens haben s' den Elsner anständig verknackt", finden die beiden Trost. Das kleine Mädchen in der Gruppe beäugt die gestikulierenden Männer mit wachsender Verunsicherung. "Is' leicht was passiert?", fragt es. "Na nix. Es geht um die Gräfin", brummt Zetthofer und weist nach Herberstein.

    "Wenig ist das". Keine Freude mit dem Urteil hat auch Karl Klaban, der sich auf einer Strandmatte sonnt. "Wenig ist das", sagt er. "Aber wennst fünf Monate drinnen bist, zieht es sich für dich wohl doch."


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