"Rebellen" setzen sich durch
Nach dem Sturz des eigenen Bürgermeisters kürte die VP-Mehrheit in Stambach den 25-jährigen Johannes Buchegger (VP) zum neuen Ortschef.

Foto © PilchMit sieben von neun Stimmen gewählt: Johannes Buchegger (VP) ist Bürgermeister
Die politische Meuterei in der von der VP mit absoluter Mehrheit regierten Gemeinde Stambach (Bezirk Hartberg) ist zu Ende: Nach dem Sturz von VP-Bürgermeister Johann Rechberger Ende April durch Teile der eigenen Fraktion und die Opposition, wurde nun der 25-jährige Johannes Buchegger (VP) zum neuen Bürgermeister gewählt. Er verbuchte sieben von neun Stimmen - vermutlich jene der vier schwarzen "Rebellen" plus jene der drei Mandatare von FP und SP -, zwei Gemeinderäte warfen die Stimmzettel weiß in die Urne. Rechberger, der über die beschädigte Kunstinstallation "Schwarze Weiber" in St. Pongratzen gestolpert war, verfolgte die Abstimmung mit steinerner Miene von den Zuhörerreihen aus.
Ob die Risse damit gekittet sind, ist offen. Denn Rechberger war nach der Abwahl demonstrativ vom Parteivorstand als VP-Obmann bestätigt worden. Diese Funktion will er ob des "großen Vertrauens" weiter ausüben.
"Ich will nicht verhehlen, dass diese Bürgermeisterwahl unerwartet für uns kam", erklärte der zur Angelobung angereiste Bezirkshauptmann Max Wiesenhofer. Mit einem Bericht über das sich angeblich hervorragend entwickelnde Betriebsklima auf der BH, versuchte er den Streitenden ins Gewissen zu reden. Man könne dem Gemeinderat in Stambach wahrlich nur das Beste wünschen, schloss er. Buchegger appellierte an alle Beteiligten, sie mögen die neue Situation im Gemeinderat akzeptieren.








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