Geld für das ganze Tal
Bürgermeister des Pöllauer Tales wollen nun doch gemeinsam verhandeln- Geld der Sparkasse als Zündstoff. Blaindorf fragt Bürger.
Die sechs Bürgermeister des Pöllauer Tales haben nun doch einen Anlauf unternommen, einer "Teilung" des Tales vorzubeugen - zumindest was ihren Auftritt bei der Verhandlung am 21. Mai betrifft. Nach einer kurzfristig einberufenen Sitzung wandte man sich mit der Bitte ans Land, dieses möge mit allen sechs Ortschefs in einer Runde sprechen. Eine Antwort der Fachabteilung 16 steht laut LAbg. Hubert Lang (VP) noch aus.
Die Initiative ist bemerkenswert, da die Idee, die Runde in zwei Gruppen zu teilen, kaum in Graz geboren worden sein dürfte. Vielmehr werden im Vorfeld Vorbehalte einiger Kommunen gegen eine Fusion mit Pöllau eine Rolle gespielt haben - Pöllauberg mit seinem starken VP-Bürgermeister Hans Weiglhofer, Sonnhofen und Schönegg haben einen eigenen Fusionsvorschlag abgegeben. Zuletzt war der Druck gegen die Zweiteilung gewachsen.
H
Zündstoff in der Debatte bietet die Sparkasse Pöllau. Das 2003 in eine Privatstiftung eingebrachte Geldinstitut schüttet gemäß seines Stiftungsauftrags Förderungen für soziale, sportliche und kulturelle Zwecke aus. Allerdings nicht nur innerhalb der Gemeindegrenzen Pöllaus, sondern im Geschäftsgebiet - also im gesamten Tal und Raum Stubenberg. Wegen der Schulden der Marktgemeinde wollen Nachbarkommunen nicht mit Pöllau fusionieren, das Geld der Sparkasse, für die Pöllau bis 2003 allein haftete, nehme die Region gerne, wird im Zentralraum säuerlich angemerkt.
Anders verhält es sich im Fall einer Liquidation der Stiftung. Sollte die Konstruktion jemals aufgelöst werden, geht der Wert des Unternehmens laut Stiftungsbrief an die Marktgemeinde Pöllau - beziehungsweise nach einer Fusion an ihre Rechtsnachfolgerin. "Pöllau ist die Gründungsgemeinde", sagt Werner Bruchmann, Direktor der Bank und Vorsitzender des Stiftungsrates.
H
Morgen befragt Blaindorf seine Bürger zur Gemeindereform. Es geht um die Entscheidung, ob man sich an Großsteinbach oder den Raum Hirnsdorf anhängt. Auch die Eigenständigkeit wird abgefragt. Amtlichen Status hat die Befragung nicht, das Ergebnis ist laut Bürgermeister Gerhard Wolf (SP) Diskussionsgrundlage. Er erwartet ein knappes Rennen, die Gemeinde sei pfarrmäßig geteilt. Eine Filetierung Blaindorfs im Zuge der Reform lehnt Wolf ab.








