Betrüger aus Slowakei fuhr mit 210 km/h in gestohlenem Pkw
40-Jähriger hatte auch Asylantrag gefälscht, um Aufenthaltsverbot zu umgehen. Nun wurde er in der Steiermark geschnappt.
Ein professioneller slowakischer "Hütchenspieler", der einen Asylantrag unter falschen Angaben gestellt hat, ist am vergangenen Samstag von der Polizei auf der Südautobahn (A2) im oststeirischen Gemeindegebiet Sebersdorf (Bezirk Hartberg) aufgehalten worden. Wie die Sicherheitsdirektion Steiermark am Dienstag mitteilte, war der Mann auch noch in einem gestohlenen Pkw mit 210 km/h unterwegs. Um ein Aufenthaltsverbot in Österreich zu umgehen, hatte er einen anderen Namen sowie als Herkunftsland Mazedonien angegeben.
Aufgehalten. Der Slowake war mit 210 km/h auf der A2 in Sebersdorf unterwegs, als ihn die Exekutive aufhielt. Es stellte sich heraus, dass der Mann in einem am vergangenen Donnerstag im italienischen Verona gestohlenen Range Rover unterwegs war. Laut Polizei gab der 40-Jährige an, dass er das Auto von einem Marokkaner ausgeborgt hätte und es nach drei Tagen wieder zurückgeben wollte - vom Diebstahl wollte er nichts gewusst haben.
Einvernahme. Bei der Einvernahme gab der Mann zu, dass er seit mehr als zehn Jahren professionell in Italien und Spanien mit Komplizen das sogenannte "Hütchenspiel" ausübe. Um dieses Spiel auch in Österreich betreiben zu können und ein gegen ihn existierendes Aufenthaltsverbot zu umgehen, habe er im Jahr 2005 in Wien einen Asylantrag unter falschen Angaben gestellt. Laut Exekutive sei der Slowake tatsächlich unter einem anderen Namen mit mazedonischer Staatsbürgerschaft als Asylwerber bekannt. Der Mann wurde in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.







