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Zuletzt aktualisiert: 06.06.2012 um 20:18 UhrKommentare

Grenzziehung an der Urne

Am Sonntag äußern sich die Bürger von Schlag bei Thalberg an der Urne zur Gemeindereform. Die Kommune steht vor heikler Weichenstellung.

Das Befragungsergebnis soll eine Grundlage für den Gemeinderat sein

Foto © Pilch Das Befragungsergebnis soll eine Grundlage für den Gemeinderat sein

Der Befragungsreigen zur Gemeindereform im Bezirk geht weiter. Diesen Sonntag sind die 791 Wahlberechtigten der Gemeinde Schlag bei Thalberg aufgerufen, an der Urne die Entwicklung ihrer Gemeinde mitzubestimmen. Im Kern geht es um die Frage, ob Schlag eigenständig bleiben oder, falls das Land dies nicht akzeptiert, mit Dechantskirchen (VP) oder Rohrbach (SP) an der Lafnitz fusionieren soll. Dazu werden zwei Stimmzettel ausgegeben.

Auf Prognosen in Bezug auf das Ergebnis oder die Wahlbeteiligung will sich Bürgermeister Günther Simon (SP) nicht einlassen. Er rechnet aber mit einer regen Beteiligung und "einiges" an Stimmen für die Eigenständigkeit. "Am Montag werden wir sehen, in welche Richtung es geht."

Die Entscheidung ist in Schlag heikel, da sich ein Teil nach Rohrbach, der andere nach Dechantskirchen gehörig fühlt. Bei beiden Fusionsvarianten würde es demnach "Verlierer" geben. Das ist Simon bewusst, der sich beim Land um eine Teilung bemüht hat. Weil die Kommune nur aus einer einzigen Katastralgemeinde besteht, hat die Fachabteilung 16 jedoch abgewunken. "Leider", bedauert der Bürgermeister.

Wunsch

Welche Variante sie sich für Schlag wünschen, haben die Vertreter der Landesregierung bei der Verhandlung auf der BH im Mai klargemacht: einen Verbund mit Rohrbach und weiteren Nachbarn - die aber teils um ihre Eigenständigkeit kämpfen.

Eine Stimmungserhebung mittels Umfragebogen plant die Gemeinde St. Johann in der Haide für Anfang Juli. Bürgermeister Günter Müller (SP) will mehrere Optionen - allen voran die Eigenständigkeit - abfragen. Das Land drängt indes auf eine Fusion mit der Stadt Hartberg. "Viele Leute haben Angst, etwa bei den Gebühren", sagt Müller. Bis Ende Juni sollen Infoabende in Altenberg, Schölbing und St. Johann stattfinden. Der Abend in Unterlungitz sei bereits vor 60 Interessierten gelaufen, sagt Müller.

THOMAS PILCH

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