"Das Zepter muss straffer geführt werden"
Auf Bezirksebene ist man sich innerhalb der VP einig: Michael Spindelegger ist der richtige Mann an der Spitze der Partei. Erwartet wird von ihm, dass er eine klarere Linie vorgibt.
Der Rücktritt von Josef Pröll kam für die Parteifunktionäre in der Region teilweise überraschend. Dass sein Nachfolger Michael Spindelegger heißt, aber keineswegs. Durch die Bank ist man sich einig, dass mit seiner Wahl die richtige Entscheidung getroffen wurde. Vor allem erhofft man sich, dass Spindelegger die Partei aus der Krise führt.
"Er kann gut arbeiten, legt weniger Wert auf persönliche Eitelkeit und geht eine gerade Linie", ist Nationalratsabgeordneter Jochen Pack, der den neuen VP-Chef kennt, seit er selbst im Parlament sitzt, überzeugt. Auch Hartbergs Bürgermeister Karl Pack bezeichnet Spindelegger als einen "gestandenen Politiker mit großem Erfahrungswert".
Groß sind aber nicht nur die Worte des Lobes, auch die Erwartungen an den neuen Mann an der Spitze. "Das Zepter muss straffer geführt werden. Eine klare Linie, an der sich alle anhalten können, ist jetzt notwendig", wünscht sich Johann Weigelhofer, Bürgermeister von Pöllauberg. Dem schließt sich auch Landtagsabgeordneter Hubert Lang an: "Die Positionen müssen klar bezogen werden, damit wir das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen können." Um dies zu erreichen, sollten Handschlagqualität und Wertbeständigkeit die obersten Prinzipien sein, wie Hartbergs Bürgermeister fordert.
Regierungsteam
Was das Personal betrifft, erhofft man sich auf Bezirksebene, dass Reinhold Lopatka weiterhin in der Regierung mitmischt. "Für den Bezirk kann es nur gut sein, wenn er in der Regierung ist", ist sich Anton Doppler, Bürgermeister von St. Jakob im Walde, sicher. Lang ergänzt: "Er ist einfach sehr kompetent und deshalb für viele Funktionen geeignet." Auch Weiglhofer wünscht sich, dass Lopatka weiterhin auf Bundesebene die Fäden in der Hand hat, erhofft sich allerdings auch Neuerungen. "Als Finanzminister würde mir Stephan Koren gut gefallen. Er hat Erfahrung in der Privatwirtschaft und nicht so sehr das politische Kalkül im Hintergrund", ist sich Weiglhofer sicher, dass er Reformen konsequenter durchführen könnte als ein "gelernter Politiker".
Dass Spindelegger sein Personal gut auswählt, davon ist Doppler überzeugt. "Die handelnden Personen werden schon wissen, wer am besten wo einzusetzen ist. Sympathiewerte machen schließlich keine Politik", will Karl Pack seine persönlichen Favoriten für die Parteispitze nicht nennen. "Entscheidend sind nicht die Leute, sondern die Themen, die Spindelegger vorgibt", positioniert sich auch Jochen Pack in dieser Frage.







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