Most und Schinken retten
Die EU-Leader-Region Oststeirisches Kernland will Kulturlandschaften im In- und Ausland schützen. Unter anderem auch Streuobstwiesen.

Foto © KAINER Vertreter der EU-Leader-Region Oststeirisches Kernland mit den Projektpartnern aus Spanien und Polen
Die oststeirischen Streuobstwiesen, die spanischen Steineichenhaine der Dehesas und die Heidelandschaften in Südpolen haben etwas gemeinsam: "Sie haben das gleiche Problem. Wenn es sie nicht mehr gibt, dann fallen wichtige Produkte der jeweiligen Region weg", erklärt Wolfgang Berger, Geschäftsführer der EU-Leader-Region Oststeirisches Kernland. Im Pöllauer Tal ist beispielsweise der Most, in Spanien der Schinken und in Polen die Honigproduktion betroffen.
Die Leader-Region hat es sich zum Ziel gesetzt, diese bedrohten Kulturlandschaften zu erhalten. Gemeinsam mit Projektpartnern aus den anderen Regionen arbeiten sie bis Ende 2013 an Lösungsvorschlägen. "Wir wollen die Kulturlandschaften aber nicht mit einer Glasglocke schützen, sondern mit Hilfe von Produkten, die gezielt erzeugt werden", sagt Berger.
Im Zuge des Projektes will die EU-Leader-Region die Produzenten dazu bringen, noch mehr hochwertige sowie neue Produkte zu entwickeln, um in Folge zum Beispiel in der Oststeiermark den Anbau von Streuobstbäumen interessanter zu machen. "Zurzeit stellen Bauern Streuobstbestände ein, weil sie sich nicht rentieren", sagt Josef Singer, Obmann der Leader-Region Oststeirisches Kernland.
Das Projekt unterstützt Produzenten bei der Produktverbesserung bzw. -entwicklung, unter anderem mit Aromastoffanalysen, die von der Leader-Region teilfinanziert werden. Das Geld stammt großteils von Förderungen der EU, des Bundesministeriums und des Landes Steiermark.








