Noch fehlt das Geld für die große Fux-Oper
Die "Tage der Alten Musik" erleben heuer in Pöllau ihre 16. Auflage. Als besonderes Zuckerl ist die Aufführung einer Oper von Johann Joseph Fux ins Auge gefasst.

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Vom 9. bis 15. August geben heuer die "Tage der Alten Musik" unter der künstlerischen Leitung der Grazer Cembalistin Konstanze Rieckh in Pöllau den Ton an. Am Programm stehen diverse Sommerkurse für Studenten mit namhaften Dozenten. Unter ihnen ist mit der US-amerikanischen Sopranistin Jill Feldman auch ein ganz prominenter Sänger-Name von internationalem Format vertreten. Die Ausnahmekönnerin wird in Pöllau Barockgesang unterrichten.
Der übliche Auftakt mit einem Dozenten-Eröffnungskonzert soll für heuer eine Neuerung erfahren. Rieckh möchte - von Pfarrer Roger Ibounigg hat sie dafür bereits grünes Licht bekommen - diesmal ein mit Studenten besetztes Kirchenkonzert, eine Messe des bedeutenden österreichischen Barockkomponisten Johann Joseph Fux, realisieren. Den heurigen musikalischen Jahresregenten Fux - anlässlich des 350. Todestages des einstigen Kapellmeisters von Kaiser Karl VI. spielt der große Steirersohn heuer eine zentrale Rolle im Programm der styriarte - möchte Rieckh gleich zweimal ehren. So soll dessen Oper "Orfeo ed Euridice" im Festsaal des Pöllauer Schlosses konzertant aufgeführt werden. Man wäre damit ein Bruchstück schneller als die styriarte, die ebenfalls unter der Leitung von Jordi Savall dieses Werk in halbszenischer Version zur Aufführung bringen wird.
Finanzierung
"Noch ist nichts fix", versucht Rieckh zu hohe Erwartungshaltungen seitens des Publikums zu dämpfen. Ob sich dieses musikalische Großprojekt tatsächlich umsetzen lässt, hänge, so Rieckh, einzig und allein vom Geld ab. "Es fehlt uns noch eine beträchtliche Summe an Sponsorgeldern für die Finanzierung", betont die Intendantin. Die Gesamtkosten für die Beglückung Pöllaus mit einer Fux-Oper beziffert sie mit rund 10.000 Euro. Rieckh: "Die 19 Instrumentalisten und sechs Sänger kosten einfach Geld, auch wenn deren Gage dem Rahmen angepasst relativ bescheiden wäre. Ich selbst will nicht mein gesamtes Erspartes in das Projekt hineinstecken, obwohl mein Herz sehr daran hängt." Die Nichtentgeltung des von ihr geleisteten immensen organisatorischen Aufwands für das Zustandekommen der "Tage der Alten Musik" nimmt sie ohnehin als selbstverständlich hin.
Derzeit läuft sich Rieckh die Füße wund, um das nötige Geld da wie dort bei Gönnern zu lukrieren. Die Hoffnung lebt. Für Pöllau wäre es eine leise Genugtuung mit der Umsetzung der Oper "Orfeo ed Euridice" auf Augenhöhe mit der styriarte zu sein. Wo man doch nach zweimaligen triumphalen Savall-Gastspielen der styriarte in der örtlichen Pfarrkirche wieder aus dem Programm geboxt wurde.







