Sigi Bergmann präsentiert Toni Sailer-Biographie in Pöllau
Bei der Präsentation seiner Toni Sailer- Biographie in Pöllau zog ORF-Legende Sigi Bergmann das Publikum in seinen Bann.

Foto © GEPASigi Bergmann
Der Leseauftritt von Sportreporter-Legende Sigi Bergmann am Sonntag in Pöllau stand im Vorfeld der Präsentation seiner Toni Sailer-Biographie ganz im Zeichen der Bedeutung des Ortes als regionales Kulturzentrum.
Als Bürgermeister Heribert Hirschegger bei seinen Begrüßungsworten auf die Bedeutung des Schlosses als "Kulturmekka weit über das Pöllauer Tal hinaus" verwies, bekam er für diese Notiz spontan einen Zwischenruf aus dem Publikum. "So soll es auch mit dem Hartberger Schloss bleiben", warf der anwesende Hartberger Altbürgermeister Manfred Schlögl in die vielköpfige Zuhörerrunde. Dafür gab es spontanen Applaus.
Die einführenden Worte von Bergmann - außer in Graz präsentierte er einzig in Pöllau sein neues Buch - unterstrichen Hirscheggers Bekundung, dass Pöllau kulturell da wie dort im Regionalen den Ton angibt. Den richtigen Ton, um das Publikum von der ersten Minute an in seinen Bann zu ziehen, fand dann auch der ehemalige TV-Kommentator. Sieht man von kurzen Passagen ab, die Bergmann aus seinem Buch "Toni Sailer - Sonntagskind" vortrug, vertraute er lieber seiner Erzählbegabung.
Beglücktes Publikum
Mit fesselnden Worten schilderte er die vielen Facetten des einstigen Sportidols und dreifachen Olympiasiegers von Cortina, für den in seinen Jugendjahren die normative Kraft des Faktischen nicht zu gelten schien. Sailer war ein Genie auf zwei Bretteln. Und für das Nachkriegsösterreich läutete er symbolisch den Beginn des langsam einsetzenden Wirtschaftswunders ein.
Die letzten Lebensjahre waren für den Gold-Toni eine harte Prüfung, die er ohne mit dem Schicksal zu hadern hinnahm. An seinen langjährigen Freund Bergmann hatte er an seinem 70. Geburtstag im Vorjahr den Wunsch herangetragen, über ihn eine Biographie zu schreiben. Sailer hätte sich wohl keinen besseren Biographen auswählen können. Das Pöllauer Publikum war einhellig beglückt.








