Kernstock-Kapelle ließ Herzen emporsteigen
Kernstock-Kapelle Pöllau spielte Gedenkkonzert für Pfarrer Raimund Ochabauer.

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Ein Orchester, das an die Grenze seine Leistungsvermögen ging, eine Rezitatorin, die die Konzertbesucher zu fesseln verstand, und eine Lichtchoreographie, die die barocke Pracht der Pöllauer Basilika zum Strahlen brachte - "Sursum corda" (lateinisch für Erhebet die Herzen) in memoriam von Pfarrer Raimund Ochabauer war ein stimmungsvolles Gesamtkunstwerk. Unter der eingespielten Stabführung von Kapellmeister Toni Mauerhofer brillierte die Kernstock-Kapelle in bewährter Manier bei den jubilierend wie verinnerlicht entfalteten Klanglandschaften.
Mit Ausnahme von Mozart standen ausschließlich italienische Komponisten am Programm. Krönender Höhepunkt war Guiseppe Verdis "Prendi, quest'e l'immagine" aus der Oper "La Traviata", wo es schien, als würde sich der Himmel ein klein wenig auftun und den Zuhörern einen flüchtigen Blick in das mystische Geheimnis des Universums gewähren.
Gut gewählt waren auch die tiefsinnigen Textpassagen namhafter Autoren wie Erich Fried oder Hermann Hesse, mit denen ORF-Moderatorin Christine Brunnsteiner Gedankenanstöße zwischen den jeweiligen Stücken gab.
Da auf ausdrücklichen Wunsch von Pfarrer Roger Ibounigg während des Konzerts nicht applaudiert werden sollte, fiel der lang anhaltende Schlussapplaus des beglückten Publikums - darunter auch Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer - umso frenetischer aus.









