Vier im Paradies
Das Projekt "Eva & Adam" soll im Kernland den Streuobstbau stärken. Dass das Apfelland "Adam & Eva" startete, sieht man positiv.

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Der für die Oststeiermark typische Streuobstbau soll gestärkt werden. Das wünscht sich das 35 Gemeinden umfassende Oststeirische Kernland und hat dazu das Leader-Projekt "Eva & Adam" entwickelt. Eva steht für die Birne, Adam für den Apfel. Auf den Erfolg von Hirschbirne und Apfelsaft aufbauend, soll das aus dem Pöllauer Tal stammende Konzept die Erzeugung und Vermarktung regionaler Streuobstprodukte professionalisieren.
"Die Industrie zahlt für Pressobst 3,3 Cent pro Kilo - damit kommt bald nur noch der Diesel für den Transport herein. Wir wollen die Wertschöpfung über regionale Produktlinien erhöhen", sagt Regionsobmann Josef Singer. Ein Saft oder Schnaps könnte durchaus einmal "Eva & Adam" heißen.
Das erste Modul des Leader-Projektes ist bewilligt: Dabei sollen Sortenvielfalt und Erntemethoden analysiert werden, man will Baumbestände erheben und an neuen Sorten tüfteln. Dann gehe es um die Vermarktung und Weiterbildung der Erzeuger. Das Angebot richte sich aber nicht nur an Bauern, sondern auch an Gartenbesitzer, betonen Pöllaus Tourismus-Chefin Steffi Schuster und Mitinitiator Alois Pöltl.
Wem der Name "Eva & Adam" bekannt vorkommt, täuscht sich nicht. Vor zwei Wochen präsentierte der Tourismusverband Apfelland, seines Zeichens Teil des Kernlands, das Getränk "Adam & Eva" - eine Mischung aus Apfelsaft und Mineralwasser (wir berichteten). Dies sei eine positive Ergänzung, versicherten gestern alle Seiten. Stubenbergs Tourismus-Chef Josef Hirt: "Vielleicht mischen wir ja einmal aus "Eva & Adam"-Saft unser "Adam & Eva"-Getränk." Eine Marken-Verwirrung fürchtet er nicht, ebenso wenig wie offenbar Schuster: "Das passt toll zusammen."








