Anrainer hoffen auf Signale
Viele nur mit Tafeln gesicherte Bahnübergänge machen die Seit Jahren fordern Anrainer, dass die Eisenbahnkreuzung bei Stögersbach besser gesichert wird. Morgen überprüft das Land die Situation.

Foto © Thomas Pilch
Seit Jahren fordern Anrainer in Stögersbach (Gemeinde Friedberg) eine bessere Sicherung der örtlichen Eisenbahnkreuzung. "Täglich müssen Schulbusse mit Kindern und etliche Pkw über diese gefährliche Stelle", beschwert sich ein Bewohner. Durch die Kurve, welche die Gleise machen, sehe man den herannahenden Zug erst im letzten Moment. "Wenn sich da jemand schreckt und der Motor abstirbt, bleibt er auf den Gleisen stehen", ist der Mann überzeugt.
290 Unterschriften. 290 Unterschriften haben die Anrainer vor Jahren bereits gesammelt, damit an der Bahnkreuzung Schranken oder Lichtsignale montiert werden. In einer 2006 durchgeführten Überprüfung durch das Land kamen die Beamten zum Schluss, dass die bestehende Sicherung mit Stoppschild ausreicht. Für damals 28 Züge und geschätzte 200 Fahrzeuge pro Tag sei mehr nicht notwendig. Als Alternative wurde vom Land allerdings vorgeschlagen, diese und weitere nahe Eisenbahnkreuzungen aufzulassen und eine bestehende Unterführung in Stögersbach auszubauen. Das Bauwerk ist derzeit für Lkw nicht passierbar, hat nur eine Fahrspur und der Gegenverkehr ist durch eine scharfe Kurve nur schwer einsehbar.
Überprüfung. Die Anrainer haben sich auch an den Hartberger Staatssekretär Reinhold Lopatka gewandt, über den nun beim Verkehrsministerium eine neuerliche Überprüfung erreicht wurde. Am Mittwoch werden Beamte des Landes eine örtliche Erhebung durchführen.
Features
Bahnübergänge
Durchschnittlich alle 600 Meter befindet sich an der Thermenbahn zwischen Fehring und Friedberg ein Bahnübergang. Züge können diese mit maximal 60 km/h befahren.
Kosten
Die Kosten für die technische Sicherung der Übergänge beginnen laut ÖBB bei rund 350.000 Euro für eine Lichtsignalanlage. Eine Schrankenanlage kostet mindestens 700.000 Euro.








