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    Zuletzt aktualisiert: 21.03.2009 um 23:24 UhrKommentare

    Hoschek: "Man sollte sich mehr trauen"

    Die Grazer Designerin Lena Hoschek (27) plaudert aus dem Nähkästchen - über den Frühling, die Modesünden in der Stadt und ihre teuren Blusen.

    Grazer Designerin Lena Hoschek

    Foto © KLZ DIGITAL/ScheriauGrazer Designerin Lena Hoschek

    Frau Hoschek, wann ist Ihnen zuletzt eine Passantin mit einer Lena-Hoschek-Bluse über den Weg gelaufen?
    HOSCHEK: Das war beim Bauernbundball in der Stadthalle. Da hab' ich sogar einige junge Damen gesehen, die Stücke von mir getragen haben.

    Wie stolz ist man als Modedesignerin in so einem Moment?
    HOSCHEK: Unheimlich stolz! Besonders wenn die Mädels in meinen Kleidern so hübsch aussehen. Man kann sich seine Kundinnen ja nicht aussuchen, aber bislang hatte ich mit meinen großes Glück.

    Freuen Sie sich eigentlich schon auf das modische Frühlingserwachen in Graz?
    HOSCHEK: Natürlich. Auf die bunten Schuhe, die farbenfrohen Kleider, die fließenden Stoffe und auf meinen geliebten, heuer sehr gefragten Marine-Look.

    Und die Kehrseite? Welche Modesünden entdecken Sie auf den Straßen von Graz?
    HOSCHEK: Gerade wenn ich ins Theater gehe, bin ich oft schockiert darüber, dass sich viele so . . . wie soll ich sagen . . . so dresseddown geben. Was man im Alltag trägt, hat meiner Meinung nach bei einer Abendveranstaltung nichts verloren. Überhaupt sollte man sich in Sachen Mode mehr trauen, die Grazerinnen sollten sich bei Anlässen auch mal im Cocktailkleid zeigen.

    Besitzen Sie selbst so etwas wie eine Jogginghose? HOSCHEK: Ganz generell hat mich schon lange keiner mehr in Hosen gesehen. Und wenn doch, dann gilt: Sag's nicht weiter! Ich hab' ja einen Ruf zu verteidigen und fühle mich in Röcken und Kleidern einfach wohler.
    Letztere tragen wahrscheinlich ausschließlich das Markerl "Hoschek", oder? HOSCHEK: Ab und zu gehe ich in diese bekannten Läden und kaufe mir ein T-Shirt. Der Punkt ist, dass ich dabei oft ein schlechtes Gewissen bekomme. Wenn ich sehe, wie billig das Teil ist, kann ich mir lebhaft vorstellen, wie es produziert wurde.

    Können sich da Ihre Mitarbeiter glücklicher schätzen?
    HOSCHEK: Und ob! Wir produzieren im steirischen Pinggau. Das stellt natürlich auch einen enormen Kostenfaktor dar, aber es ist mir wichtig. Und die Qualität der Verarbeitung ist absolut top!

    Sind Lena-Hoschek-Stücke aus diesem Grund teuer?
    HOSCHEK: Relativ teuer, ja. Also zumindest bei den Oberteilen würde ich schon sagen, dass sie eher etwas teurer sind. Bei den Blusen fängt das so ab 175 Euro an. Röcke gibt's dann ab 250 und Kleider ab 350 Euro. Aber dafür verwenden wir ja auch die schönsten und teuersten Stoffe.

    Der Sitz Ihrer Firma liegt ja derzeit noch ein wenig versteckt in der Grazer Sporgasse. Kann man von dort aus die Modewelt erobern?
    HOSCHEK: Sicher!

    Das klingt so, als sei das bereits geschehen?
    HOSCHEK: Na ja, wenn ich mir so meine Aufträge anschaue und in Wien habe ich ja auch einen Laden, also schlecht läuft es nicht. Und erst vor kurzem hat US-Sängerin Katy Perry bei der Vorstellung ihres neuen Albums in Berlin zwei schöne Teile aus meiner Sommerkollektion 2009 getragen. Und auch Charlotte Roche, die Autorin des Bestsellers "Feuchtgebiete", kauft bei mir.

    Sie kommen viel herum. Wo ist Graz kleinkariert?
    HOSCHEK: Jede Stadt ist irgendwie kleinkariert, das ist mir egal. An Graz stört mich vielmehr, dass am Stadtrand charmfreie Einkaufszentren gebaut werden mit Gratisparkplätzen und dafür die Altstadt von den Konsumenten vernachlässigt wird. Das ist aber auch kein Wunder, wenn man ruck-zuck einen Strafzettel picken hat. Die Parkraumüberwachung hat offenbar den Befehl bekommen: Zero tolerance!
    INTERVIEW: MICHAEL SARIA

    Zur Person

    Einst: Sacre Coeur in Graz, Modeschule in Wien, einjähriges Praktikum bei der Modedesignerin Vivienne Westwood.

    Jetzt: ein Geschäft in Graz und eines in Wien.

    Warum Hoschek siedelt

    Die Designerin verrät der Kleinen Zeitung: "Wir übersiedeln von der Sporgasse zum Joanneumring." Sie wird die früheren Bierkopf-Räumlichkeiten übernehmen, "die Location gefällt mir und wir brauchen mehr Platz". Das Eröffnungsfest steigt am 8. Mai, bis dahin bleibt das Geschäft in der Sporgasse bestehen.

    Wen Hoschek mag

    Zu ihren Favoriten in Graz zählt die Modedesignerin den Kaiser-Josef-Platz. "Aber auch das Cafe Fotter. Den Hofkeller." An der Murmetropole schätze sie auch "so bestimmte, liebenswürdige Rituale: Samstags geht's zum Frankowitsch, kurz vor dem Heiligen Abend ins Fink und jetzt dann zu Ostern eben auf den Kaiser-Josef-Markt".

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