Kampf gegen Alk-Exzesse
Hartberg wappnet sich mit Alk-Verbot gegen Vandalismus und Pöbeleien. Andere Gemeinden schätzen die Lage für sich weniger dramatisch ein.

Foto © APAlkohol, der in Parks und auf öffentlichen Plätzen die Runde macht, bereitet Hartberg Probleme
Weil es in der Stadt Hartberg nachts vermehrt zu Vandalismus kommt und sich Spaziergänger über betrunkene und pöbelnde Jugendliche beschweren, hat der Gemeinderat ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen beschlossen (wir berichteten). Die anderen Gemeinden des Bezirks scheinen von derartigen Alkohol-bedingten Problemen bislang offenbar weitgehend verschont zu bleiben. Außerhalb Hartbergs registriere man lediglich vereinzelte Fälle von Alkoholmissbrauch und Zerstörungswut, heißt es auf dem Bezirkspolizeikommando. "Starke Häufungen gibt es nicht."
Vorfälle halten sich in Grenzen. Das beurteilt auch der Friedberger Bürgermeister Karl Mathä (VP) für seine Gemeinde so. Im Vorjahr hätten Jugendliche in der Nacht einmal eine Straße mit einer Parkbank blockiert, allgemein hielten sich derartige Vorfälle in engen Grenzen. Es gebe aktuell keinen Grund, das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit zu verbieten.
Kein Thema. Selbiges hört man aus dem Süden des Bezirks, aus Neudau. Bis auf die jüngste Schlägerei vor einer Pizzeria sei es nachts ausgesprochen ruhig, sagt Bürgermeister Wolfgang Dolesch (SP). Nur selten habe man es mit beschmierten Wänden oder umgeworfenen Plakatständern zu tun, Attacken auf Spaziergänger seien überhaupt unbekannt. Ein Alk-Verbot sei derzeit im Gemeinderat kein Thema. "Aber das kann sich natürlich ändern."
Keine Alkohol-Exzesse. Obwohl es an der Durchzugsstraße ein am Wochenende stark frequentiertes Lokal gibt, plagen auch die Gemeinde Kaindorf laut Bürgermeister Fritz Loidl (VP) keine Alkohol-Exzesse. Als kleiner Ort haben man eben gewisse Vorteile gegenüber der Stadt, meint er.









