Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
19. Juni 2013 07:16 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Wasserperlen der Region stehen zur Wahl Studie scheidet die Geister Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Nachrichten aus Loipersdorf und Umgebung Nächster Artikel Wasserperlen der Region stehen zur Wahl Studie scheidet die Geister
Zuletzt aktualisiert: 08.02.2012 um 20:41 UhrKommentare

Gewinner der Kältewelle

Die Kälte hat das Land weiter fest im Griff, doch in einigen Branchen geht es jetzt gerade deshalb heiß her. Dem späten Wintereinbruch verdanken einige Branchen ein kräftiges Plus.

Kunst im Schnee

Foto © LR HUBMANN Kunst im Schnee

Bekleidungshandel. "Bei uns funktioniert das wie auf Knopfdruck", betont Arno Pichler, Chef des Outdoor-Spezialisten Northland. Kaum sinken die Temperaturen und fällt Schnee, gehen die Umsätze kräftig nach oben. "Wir hatten insbesondere vor Weihnachten das Problem, dass es zu warm war, das war schon sehr bitter für die Umsätze", so Pichler. Im Jänner kam jedoch der Umschwung, "im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen wir um 63 Prozent im Plus". Gefragt seien vor allem Schi- und Funktionsbekleidung, Parker mit Daunenfüllung, aber auch Funktionsunterwäsche. Das vorweihnachtliche Minus sei jedoch trotz des reißenden Absatzes der vergangenen Wochen nicht mehr wettzumachen. "Das ist nicht mehr aufzuholen", so Pichler. Zumal die Ware jetzt vielfach mit Abverkaufspreisen angeboten werde. Im internationalen Geschäft zeichnet sich für Northland indes eine "sehr erfolgreiche" Saison ab, in Russland, der Ukraine, vor allem aber in China "sind wir äußerst zufrieden", so Pichler.

Schuhhandel. Dank Schnee und Frost gewinnt auch der Schuhhandel an Boden, bestätigen unisono Leder und Schuh (Humanic, Stiefelkönig) und der Händlerverbund Ringschuh. Bis zu zehn Prozent habe der Umsatzrückgang wegen des bis vor Kurzem milden Winters ausgemacht, erklärt Geschäftsführer Wilfried Harml. "Dagegen wird jetzt die gesamte Winterware gekauft, die wir haben." Die Händler müssen sogar nachbestellen. Dass kurz vor Weihnachten der Ausverkauf begonnen hat, sieht Harml nicht negativ. Stark reduziert (bis 50 Prozent) sind nur jene Schuhe, die wirklich raus müssen, der Rest geht mit einem Nachlass von zehn bis 15 Prozent über den Ladentisch. "Tatsache ist", so Harml, "dass wir dank des Wetters eine gleich gute Saison haben werden wie im Vorjahr."

Fakten

Es war sozusagen eine meteorologische Eintagsfliege, dass zwei Tage lang in der Höhe weit mildere Temperaturen als in den Ebenen herrschten. Am Donnerstag gibt es wieder einen Kaltluftvorstoß aus dem Norden, der die üblichen Verhältnisse wieder herstellt. "Die wärmere Luft kam aus Griechenland, hat aber die bodennahe Luft nicht verdrängen können", sagt Christian Pehsl, Meteorologe der Zentralanstalt in Graz.

Am Freitag wird wechselhaftes Wetter erwartet, es dürfte Schneeschauer geben; im Norden fällt eher mehr, im Süden weniger Schnee. Am Frost wird sich bis tief in die nächste Woche nichts ändern. Pehsl: "Diese Kältevorstöße sind im Februar an sich nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich daran ist eigentlich nur die Dauer."

Winterausrüstung. Auch dem Sportartikelhandel heizt die Kälte ein. "Sie hat dazu beigetragen, dass wir im Wintergeschäft enorm aufholen konnten", freut sich Florian Größwang, Geschäftsführer von Intersport Eybl. Die Sportler genießen die Berge trotz Kälteeinbruchs, "sehr positiv entwickelt sich daher der Tourensport", wobei Schi und Zubehör stark nachgefragt werden. Der späte Winter beschert dem Sporthandel jedenfalls ein zweistelliges Umsatzplus im Vergleich zum Jänner des Vorjahres.

Tourismus. Da gibt es mehrere Profiteure. Thermen und alle Betriebe mit einem Wellnessangebot sind gut besucht. Loipersdorf verzeichnet ein Plus von 25 Prozent, das schreibt Geschäftsführer Wolfgang Wieser auch den Semesterferien in Wien und Niederösterreich zu. "Bei den Tagesgästen waren aber schon einige dabei, die gesagt haben, bei der Kälte gehen sie lieber in die Therme als Schi fahren."

Auf den Pisten herrschen indes beste Bedingungen. Das und das Kaiserwetter locken dennoch viele auf die Schier. Wegen der Kälte wird aber kürzer gefahren und nach einem Einkehrschwung mehr Zeit in die Hüttengaudi investiert.

Gesundheit. Drinnen und draußen ist der Kälteschutz wichtig. In Drogeriemärkten und Apotheken sind Kältecremes und wärmende Tees daher der Renner. Grippemittel gehen erst wieder, wenn es etwas wärmer wird.

Pannenhelfer. Sie zählen zu den gefragtesten Personen überhaupt. Der ÖAMTC registrierte in der Steiermark und Kärnten seit Anfang Februar mehr als 12.200 Anrufe. Am häufigsten wegen Problemen mit der Autobatterie, wegen zähflüssigem Diesel, eingefrorener Waschanlagen, Autotüren und Schlösser. Gestern musste der Club gleich fünf Autos der Post in Bad Radkersburg wieder flott machen. Pro Pannenfahrer und Tag werden rund 50 Einsätze abgewickelt. Scheibenfrostschutz, Eiskratzer, Schneebesen und Türschlossenteiser gehen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.

HANNES GAISCH, MANFRED NEUPER, NORBERT SWOBODA

Kommentar

BEATE PICHLERGewinner, bitte von BEATE PICHLER

Gemeindewetter

  • Mittwoch, 19. Juni 2013
    • Min: 18°C
    • Max: 36°C
    • Nsw.: 10%
    Sonnig
  • Donnerstag, 20. Juni 2013
    • Min: 18°C
    • Max: 35°C
    • Nsw.: 10%
    Sonnig
  • Freitag, 21. Juni 2013
    • Min: 17°C
    • Max: 33°C
    • Nsw.: 15%
    Sonnig
Dreitagesprognose aufs Handy!
SMS mit WETTER 8282 an 0900 872 872. 0,30 €/SMS


Babys aus der Gemeinde

Hochzeiten/Jubiläen

Leserfotos aus der Gemeinde

Treten Sie mit uns in Kontakt!

 
 
Sie haben auch eine Meldung? Werden Sie Leser-Reporter und schicken Sie uns Ihre Texte!
 

Wallpaper

 

Todesanzeigen

Todesanzeigen aller steirischen Bezirke.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang