Grauer Verkehrsfluss
In Lafnitz wurde an der B 54 eine neue Lärmschutzwand errichtet. Künstlerisch gestaltet wurde sie vom heimischen Künstler Franz Tauß.
Eher zufällig fiel das Los für die künstlerische Gestaltung der Lärmschutzwand in Lafnitz, die vor Kurzem fertig gestellt wurde, auf den pensionierten Kunsterzieher Franz Tauß. Er hätte gerade, so Tauß, im Gemeindeamt zu tun gehabt, als zwei Beamte der Rechtsabteilung 18A vom Land bezüglich des Bauvorhabens dort vorsprachen. Die in der Gemeinde hängenden Bilder von Tauß fanden deren Aufmerksamkeit. Es ergab sich spontan ein Gespräch mit der Aufforderung an den Künstler, einen gestalterischen Entwurf für die mehr als 200 Meter lange Lärmschutzwand, die zur Gänze aus Betonziegeln gefertigt ist, zu machen.
Auf der Suche nach einer passenden Idee, "plätscherte" es bei Tauß. Er wollte den Grenzfluss Lafnitz, dessen naturbelassene Schönheit er auf unzähligen seiner Monotypien festgehalten hat, als abstrahiertes Mäanderrelief zeigen. Es symbolisiert das sich träge durch die Landschaft schlängelnde Gewässer. Für die Kontrastierung wählte er dafür zwei Grautöne: Der eine anthrazitgrau, der andere im warmen sandigen Farbton. Die dynamische Steinmäanderlinie wurde reliefartig versetzt, sodass die Wand je nach Sonneneinstrahlung unterschiedliche Licht- und Schatteneffekte erzielt. Dadurch ist außerdem der Reliefcharakter beidseitig, sowohl von der Fahrbahn wie auch von der Ortsansicht her, gegeben.
Tauß hat bei seiner künstlerischen Intervention bewusst auf jegliche Effekthascherei verzichtet. "Die Kontinuität der Gestaltung lenkt die Verkehrsteilnehmer nicht ab. Sie stellt damit auch einen Beitrag zur Verkehrssicherheit dar."







