Krippe führt zum Himmel
In der Pfarrkirche Kaindorf ist derzeit eine Osterkrippe zu sehen. In Form eines Reliefs wird die Passionsgeschichte aktuell interpretiert.
Krippen verbinden die meisten Menschen mit Weihnachten. Seltener denken sie dabei an das Osterfest. Nach alter Tradition kann aber auch die Passionsgeschichte in dieser Form dargestellt werden. Eine Krippe, die sich genau damit beschäftigt, ist derzeit in der Pfarrkirche Kaindorf zu sehen. In Form eines Reliefs hat Wilhelm Zach Szenen aus der Passion dargestellt. Die Idee stammte von Pfarrer Willibald Rodler, für die künstlerische Beratung war Herlinde Almer zuständig.
"Bei der Fastenkrippe gibt es keine so große Einschränkung, was dargestellt wird", erklärt Pastoralassistentin Andrea Schalk. Zach hat sich in seiner Darstellung für folgende drei Szenen entschieden: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch, der gekreuzigte Jesus und der Auferstandene.
Markant sind die vielen Köpfe im unteren Bereich des Bildes. Alle schauen zum Geschehen, nur einer nicht. Er ist mit dem Wort "Ich" gekennzeichnet. "Die Krippe soll in die österlichen Geheimnisse einführen. Jeder kann sich darin finden", erläutert Schalk das "Ich" in der Krippe und fügt hinzu: "Es ist eine sehr aktuelle Interpretation des Künstlers."
Gold eingearbeitet
Auffallend ist auch das Gold, das in das Kunstwerk hineingearbeitet ist. "Gold ist die Farbe des Himmels. Sie soll andeuten, dass alles, was Ostern ist, zum Himmel führt", sagt die Pastoralassistentin. Zu besichtigen ist die Fastenkrippe während der verbleibenden Osterzeit in der Pfarrkirche Kaindorf.








