Schüler haben eine Woche länger Ferien
In Kaindorf werden die Volks- und Hauptschule generalsaniert. Weil noch nicht alles fertig ist, wurden die Ferien um eine Woche verlängert.

Foto © APDie Volks- und Hauptschüler in Kaindorf haben Grund zur Freude: die Ferien dauern heuer eine Woche länger
Die Volks- und Hauptschüler in Kaindorf dürfen sich freuen. Weil das Schulgebäude längst nicht mehr dem modernen Standard entspricht, wird das Haus in drei Bauabschnitten generalsaniert. Der zweite Bauabschnitt, der in diesem Sommer in Angriff genommen wurde, ist so aufwendig, dass die Ferien dafür zu kurz waren. Deshalb wurde die freie Zeit kurzerhand um eine Woche verlängert. Allerdings nur für Schüler, die Lehrer starten mit der Arbeit wie geplant.
"Schon im Winter war bekannt, dass die Generalsanierung in neun Wochen nicht fertig sein wird", erklärt Bürgermeister Fritz Loidl. Bereits damals habe man Schüler und Eltern informiert, dass die Sommerferien in diesem Jahr verlängert werden.
Von der rechtlichen Seite her kein Problem, wie man in der Fachabteilung für Pflichtschulen in der Landesregierung weiß. "Bei einer Unbenutzbarkeit des Gebäudes darf der Direktor bis zu einer Woche frei geben", erklärt Albert Eigner, Leiter der Fachabteilung. Wichtig sei nur, dass alle Betroffenen rechtzeitig informiert werden. Werden mehr als sechs freie Tage benötigt, kann die Landesregierung anordnen, dass die versäumten Stunden in den Ferien nachgeholt werden müssen. "Das ist aber noch nie passiert", weiß Eigner.
Eine alternative Betreuungsmöglichkeit für Kinder gibt es in Kaindorf in dieser Woche nicht. "Es haben sich keine Eltern gemeldet, dass sie eine Betreuung für ihre Kinder brauchen", sagt Loidl. Und auch Eigner weist darauf hin, dass die Schule in diesem Fall nicht verpflichtet ist, Ersatzplätze für die Kinder zu finden. "Man kann aber zum Beispiel eine Beaufsichtigung über den Elternverein organisieren", meint Eigner.
Vorschriften
"Wir haben gewusst, wenn wir nicht irgendwann reagieren, wird unsere Schule zugesperrt", erklärt Loidl die Dringlichkeit der Sanierung. Schließlich sei das Gebäude nicht nur feucht gewesen, es habe auch den Sicherheitsvorschriften nicht mehr entsprochen. Erneuert wurden deshalb unter anderem die Böden und Luftdrainagen, sowie die Installationen, Heizungen und Beleuchtungen. Im dritten Bauabschnitt, der für das kommende Jahr geplant ist, werden dann die Eingangsbereiche der beiden Schulen zusammengelegt, sowie die Garderoben ausgetauscht.Während sich die Kinder also über zusätzliche freie Tage freuen, startet der Schulbetrieb für die Lehrer am Montag. "Es werden alle Arbeiten erledigt, die in der ersten Woche anfallen. Beispielsweise das Bauen des Stundenplans. Damit dann sofort mit dem Unterricht gestartet werden kann", sagt Loidl.








