Lind will "Modellgemeinde"
Kaibing steuert auf eine politisch heiße Gemeinderatssitzung zu. VP und SP liegen vor der Erklärung ans Land im Clinch.
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Politisch kontroversielle Wochen kommen nach dem Votum gegen eine Gemeindefusion auf Kaibing zu. Wie berichtet, haben bei der Befragung 80 Prozent der Wähler Nein zu einer Zusammenlegung gesagt, der Gemeinderat soll in einer Sitzung am 23. Jänner eine schriftliche Stellungnahme ans Land verabschieden. Für Bürgermeister Josef Lind (VP) ist die Marschrichtung klar: Kleine Gemeinden arbeiten effizienter als große, die Verwaltungskosten pro Kopf liegen in Kaibing bei 160 Euro, in Gemeinden zwischen 1500 und 3000 Einwohner bei 300 Euro, rechnet er vor. "Da bleibt abzüglich der Kosten für den Gemeindevorstand sogar noch Geld übrig." Kaibing sollte für die kommenden Jahre zu einer "Modellgemeinde" werden, wünscht sich Lind. Damit man sich anschauen könne, wie sich der Ort im Vergleich mit fusionierten Großgemeinden entwickle.
Das halten die Sozialdemokraten für unrealistisch. Im Gegensatz zur Ökoregion, wo über Parteigrenzen hinweg gegen Fusionen mobilgemacht wurde, gibt es in Kaibing Streit. Ob sich das Land nach den Vorstellungen des Bürgermeisters richte, werde man erst sehen, zweifelt Gemeindekassier Erich Paierl (SP). "Unser Handlungsspielraum hat sich durch die Befragung nicht vergrößert", meint er in Anspielung auf Fusionsgespräche zwischen den Gemeinden an der Feistritz (wir berichteten). Dass sich die Parteien im Plenum auf eine gemeinsame Erklärung ans Land einigen, gilt als unwahrscheinlich.
Eine "Ohrfeige" für SP und VP durch das Befragungsergebnis orten einmal mehr die Freiheitlichen. Landtagsabgeordneter Anton Kogler fordert nun weitere Befragungen im Bezirk.









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