ÖVP ist enttäuscht, SPÖ zittert
Die ÖVP verliert wie die SPÖ. Die Roten müssen um den Sitz im Landtag bangen. Klarer Sieger ist die FPÖ, die aber einstellig bleibt. Die Grünen stagnieren.

Foto © Helmut SteinerDie Fürstenfelder FPÖ beim Warten auf die Ergebnisse aus ihrem Bezirk
Schon kurz vor 14 Uhr macht sich Ernüchterung in der Fürstenfelder ÖVP-Zentrale breit. Die meisten Ergebnisse, die aus den Gemeinden bereits da sind, weisen ein Minus gegenüber 2005 auf. Ein schwacher Trost, dass die SPÖ im Bezirk noch mehr ablegt. Burgau ist mit 7,68 Prozent Zuwachs die positive Ausnahme. "Jetzt können uns nur noch die Städte herausreißen", meint Finanzstadtrat Emanuel Hluszik mit Blick auf die Zahlen, die aus dem ganzen Land hereinkommen. Da müsste dann alles wie in der Bezirkshauptstadt Fürstenfeld laufen. Gegen den Trend legt die ÖVP dort auf mehr als 49 Prozent zu. Für den Landtagsabgeordneten Franz Majcen ist das Abschneiden im Bezirk enttäuschend.
Wirkliche Feierlaune kommt auch bei der SPÖ nicht auf. "Ilz ist erstmals grau", ruft der Landtagsabgeordnete Klaus Konrad und freut sich kurz, dass in seiner Heimatgemeinde die ÖVP nicht mehr die Absolute hat. Die Roten verlieren aber gleich viel wie die Schwarzen: 5,8 Prozent. Das bezirksweite Minus relativiert er damit, dass man 2005 das beste jemals erreichte Ergebnis einfahren konnte: "Der Verlust hält sich in Grenzen." Für ihn selbst wird es eine Hängepartie. Ob er sein Landtagsmandat behält, steht erst am 4. Oktober fest: "Das werden jetzt einige schlaflose Nächte."
Der Sieger im Bezirk ist die FPÖ. Auch wenn sie unter dem Landesergebnis und einstellig bleibt, hat sie nach dem Desaster von 2005 knapp sechs Prozent dazugewonnen. Der geschäftsführende Bezirksparteiobmann Franz Zechmeister hat sein Wahlziel erreicht. Der Grund liegt für ihn auf der Hand: "Die Bürger wissen unsere Themen zu schätzen." Er hofft nun auf Veränderungen in der Landespolitik im Sinne der Freiheitlichen.
Die Grünen stagnieren. "In der aktuellen Situation muss man mit dem Halten des Ergebnisses zufrieden sein", so Franz Timischl. Platz drei hatte er nicht erwartet.
Ermutigend nennt Harald Fischl das Abschneiden des BZÖ. Der regionale Spitzenkandidat der Orangen, Michael Langhans, spricht von einem guten Beitrag zum Gesamtergebnis.










