Feinstaub: Belastung ging zurück
Zwischen Jänner und März wurde der Grenzwert beim Feinstaub in Hartberg an elf Tagen überschritten. Das ist ein Rekord im positiven Sinn und zeigt, dass Maßnahmen wirken.

Foto © AP
In der Landeshauptstadt und in Leibnitz waren die Feinstaubwerte im heurigen Winter an jedem dritten Tag zu hoch. Nicht so in Hartberg. Zwischen Jänner und März gab es elf Überschreitungen - der Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Im Vergleich dazu waren es im gleichen Zeitraum des Vorjahres 31. Damit die Werte in der Nacht auf den Ostersonntag nicht in die Höhe schnellen, kann man auch beim Osterfeuer einige Maßnahmen setzen.
"Ich bin mit dem positiven Ergebnis sehr zufrieden", sagt Hans Rieger, Umweltreferent der Stadt. Verantwortlich dafür seien einerseits die gesetzten Maßnahmen wie die Umrüstung von Festbrennstoffkesseln auf Fernwärme oder emissionsfreiere Anlagen, die von der Stadtgemeinde gefördert wird, andererseits sei auch die klimatische Situation günstig gewesen. "Es war ein bisschen wärmer, sodass die Leute weniger geheizt haben", erklärt Rieger.
Mitgeholfen die Werte im grünen Bereich zu halten, hätten aber auch die Angestellten des Bauhofs. "Es wurde in Hartberg auch Streusplitt verwendet, der von ihnen allerdings sofort entfernt wurde, als es warm wurde", ist der Umweltreferent froh.
Tage, an denen die Feinstaubwerte erfahrungsgemäß jedes Jahr in die Höhe schnellen, sind der Neujahrstag wie Ostersonntag. Weil letzterer vor der Tür steht, appelliert Rieger an die Hartberger "möglichst auf Osterfeuer zu verzichten. Wenn es sein muss, wären allerdings Gemeinschaftsosterfeuer sinnvoll." Verbieten wolle er die Brauchtumsfeuer nicht grundsätzlich. "Es geht darum viele kleine Feuer, die nur zur Entsorgung von Materialien verwendet werden, zu unterbinden", so der Umweltreferent.
Osterfeuer
Sollte man ein Osterfeuer entzünden, ist es zudem wichtig, dass nur trockene Materialen abgeheizt werden. "Regnet es in den kommenden Tagen, sollte man das Feuer daher unbedingt abdecken", sagt Rieger und weist darauf hin, das Geäst, bevor man es entzündet, noch einmal "umzusetzen", damit nistende Vögel und andere Tiere, die darin Unterschlupf gefunden haben, rechtzeitig flüchten könnten.








