Stadtgemeinde spart die Eishalle ein
Wegen der hohen Betriebskosten baut die Stadt Hartberg die Eishalle ab. Fortan soll es nur mehr an 60 Tagen im Jahr Eis geben - unter freiem Himmel. Eishockeyverein ist enttäuscht.

Foto © SummererWie geht es mit dem Eishockeysport in Hartberg weiter? Der Spielbetrieb werde in der kommenden Saison eingeschränkt, hört man vom HC Hartberg
Wegen der hohen Energiekosten macht die Stadtgemeinde Hartberg Schluss mit der Eishalle. Wie der Gemeinderat einstimmig beschloss, wird im Frühling die Dachkonstruktion der Anlage abmontiert und beim Bauhof als Lager weiterverwendet. Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung war sogar das komplette Aus für den Eisbetrieb im Raum gestanden - nun einigte man sich als "Kompromiss" darauf, ab 2012/2013 für exakt 60 Tage im Dezember und Jänner Eis mit seitlichem Netz und Flutlicht anzubieten. Der Eishockeyverein HC Hartberg reagiert darauf enttäuscht.
Bürgermeister Karl Pack (VP) wirbt um Verständnis. Die Bereitstellung des Eises koste die Stadt 60.000 Euro im Jahr, auch ökologisch sei der hohe Energieaufwand zu hinterfragen. Eine Ausweitung der Betriebszeiten sei allenfalls möglich, wenn Umlandgemeinden mitzahlen. "Ich werde Gespräche führen."
Auf eine Lösung hoffen auch die Eishockeyspieler. "Unser Verein ist natürlich enttäuscht. Immerhin gibt es uns schon seit elf Jahren", sagt HC-Obmann Werner Derler. Klar Stellung beziehen will er zu dem Beschluss jedoch noch nicht: "Wir wollen abwarten, wie es sich entwickelt." Die laufende Saison sei nicht in Gefahr, aber wie es in der nächsten Meisterschaft weitergeht, weiß Derler nicht. Nach jetzigem Stand werde der Spielbetrieb sicherlich eingeschränkt.







