Sprung in den Landtag
Bürgermeisterin Waltraud Schwammer rückt im Jänner für die VP in den Landtag nach. Feldbacher Mandatarin Angelika Neuhold tritt zurück.

Foto © Rothwangl/STVPWaltraud Schwammer, seit 2005 VP-Bürgermeisterin von Dechantskirchen, wird im Jänner im Landtag angelobt
Der Bezirk Hartberg ist künftig stärker im Landtag vertreten: Die Feldbacher VP-Abgeordnete Angelika Neuhold legt ihr Mandat mit Ende des Jahres "aus persönlichen Gründen" zurück, nachrücken wird gemäß der Wahlkreisliste die Dechantskirchener VP-Bürgermeisterin Waltraud Schwammer. "Die Herausforderung ist groß. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, aber ich freue mich darauf", erklärte Schwammer in einer ersten Reaktion. Ihre Angelobung findet in der Auftaktsitzung des neuen Jahres am 17. Jänner statt.
Kontaktiert worden sei sie von der Landespartei am Wochenende, erzählt die 49-Jährige, nach zwei Tagen Bedenkzeit habe sie zugesagt. Schwammer ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn.
Angesichts der Gemeindereform dürften für sie als Bürgermeisterin (seit 2005) und Abgeordnete spannende Monate zukommen. "Es werden wohl stürmische Zeiten", sagt sie. Sie wolle mit Sensibilität an die Aufgabe herangehen, viele Bürgermeister und Bürger seien verunsichert. In der Frage möglicher Gemeindefusionen, die wie alle Kommunen auch Dechantskirchen betrifft, müsse sie sich als Abgeordnete erst ein Bild machen.
In Erinnerung ist noch der VP-interne Aufruhr im Wahljahr 2010, als Parteiobmann Hermann Schützenhöfer Schwammer als Kandidatin am Bezirkskonvent vorbei auf die Wahlkreisliste gesetzt hatte (wir berichteten). Aus dem Wirtschaftsbund kam damals harsche Kritik, man fühlte sich "übertölpelt", wie es Kammerobmann Sigi Breiner ausdrückte. Für Schwammer ist die Debatte heute "verdaut" - wenngleich die Lehrerin als öffentlich Bedienstete nun eine Vertreterin des Wirtschaftsbundes ablöst.
Neuhold erklärte zu ihrem Rücktritt, sie habe sich zwischen Politik und Firma entscheiden müssen und die Firma gewählt.







