Manager für Stadt und Tourismus gesucht
Für den Tourismusverband Hartberg brechen neue Zeiten an. Der amtierende Geschäftsführer demissioniert. Ein gemeinsamer Manager für Tourismusverband und Stadtmarketing soll nachfolgen.

Foto © BrugnerDie Vorstandsmitglieder des Tourismusverbandes - Werner Großschedl, Petra Klement, Monika Schuller und Alfred Hirschmann - würdigten die Arbeit des scheidenden Geschäftsführers Andreas Friedrich (Zweiter von links)
Die Übernahme des elterlichen Gastbetriebes in Buch-Geiseldorf nannte Andreas Friedrich, der seit zwölf Jahren erfolgreich die Geschicke des Hartberger Tourismusverbandes lenkt, als primären Grund für die Niederlegung seines Amtes mit Jahresende. Er werde aber, so Friedrich gestern bei einem Pressefrühstück im Gasthof Großschedl, solange zur Verfügung stehen, bis ein Nachfolger gefunden ist, damit eine geordnete Übergabe gewährleistet ist.
Der Vorstand sprach Andreas Friedrich seinen Dank für dessen engagierte Arbeit seit Mai 1999 aus. Alfred Hirschmann, verantwortlich für die finanziellen Belange im Verband, belegte Friedrichs nachhaltiges Wirken mit Zahlen. "Die gesetzlichen Einnahmen beliefen sich letztes Jahr auf rund 180.000 Euro. Durch eine Reihe von Veranstaltungen und durch Sponsorbeiträge konnte Andreas Friedrich die Summe fast verdoppeln", sparte Hirschmann nicht mit Lob.
Nun geht es an die Nachfolgersuche. Dazu Vorstandsmitglied Monika Schuller, die nach dem Abgang von Wolfgang Böhmer im Sommer die Obmann-Funktion interimistisch übernommen hat: "Das wird in Abstimmung mit der Stadtgemeinde passieren, da der neue Manager sowohl für den Tourismusverband wie für das Stadtmarketing verantwortlich sein wird." Bis dato wurde der unterschriftsreife Kooperationsvertrag zwischen beiden Institutionen aber noch nicht paktiert. "Dieser Punkt wurde vom Bürgermeister kurzfristig von der Tagesordnung bei der letzten Gemeinderatssitzung genommen", erklärt Schuller. Der Grund dafür seien gewisse Formulierungen im Textentwurf gewesen.
Vertragsdetails offen
Bürgermeister Karl Pack bestätigt: "Es müssen noch ein paar Vertragspunkte detailliert ausverhandelt werden." Und im Nachsatz: "Das sollte aber kein großes Problem sein." Es müsse, wie Pack betont, eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung geben: "Wir lassen uns von niemanden drängen."
Das Anforderungsprofil an den Friedrich-Nachfolger skizziert Monika Schuller wie folgt: "Zukünftig sollen alle Veranstaltungen dem Cittaslow-Gedanken Rechnung tragen." Es gelte, so Hirschmann, die Synergieeffekte zu nutzen. Auf das Kulturgeschehen angesprochen, meint Schuller: "Eine längerfristige Integration ins Gesamtpaket wäre ideal. Das lässt sich aber nicht von heute auf morgen realisieren."
Vorderhand wird auch der neue Tourismuschef seinen Schreibtisch in den bestehenden Geschäftsräumen am Stadtteich einnehmen. Angedacht ist aber früher oder später dessen Amtssitz ins Hartberger Rathaus zu verlegen.








