"Starallüren sind völlig fehl am Platz"
Nejc Omladic startet am Freitag mit Bad Gleichenberg in die Oberliga-Saison. Geld war für den Ex-Profi nicht ausschlaggebend.
Was hat Sie nach Bad Gleichenberg verschlagen?
NEJC OMLADIC: Trainer Hubert Kulmer, den ich noch aus Fehring kenne, hat mich gefragt, ob ich einen passenden Spieler für ihn wüsste. ,Wie wäre es mit mir?' habe ich geantwortet. Er dachte an einen Scherz, aber jetzt bin ich hier.
Sie kommen als Erste-Liga-Profi von Hartberg, wo sie Stammspieler waren, zu einem Oberligisten. Warum?
OMLADIC: Weil ich glaube, dass es besser ist, einen Schritt zurückzumachen, um zwei nach vorne zu gehen. Das Kapitel Fußballprofi ist für mich beendet. Das Talent ist ganz oben nicht alleine ausschlaggebend. Es ist teilweise wichtiger, den richtigen Manager zu haben.
Sie haben Angebote aus der Regional- und Landesliga gehabt. Sind es finanzielle Gründe, warum Sie zu Bad Gleichenberg wechselten?
OMLADIC: Geld allein spielt keine Rolle. Ich hätte bei anderen Klubs viel mehr verdienen können. Unter anderem in Slowenien. Aber ich habe dort schon bei zwei Klubs Konkurse miterlebt und kein Geld gesehen. In Bad Gleichenberg ist mein Lieblingstrainer und man hat mir auch einen Job besorgt. Ich will hier etwas langfristiges aufbauen. 2006 habe ich mein erstes Spiel in Österreich mit Fehring in Bad Gleichenberg bestritten. Ich kann mir vorstellen, hier auch mein letztes Spiel zu bestreiten.
In der neuen Saison spielen Sie im defensiven Mittelfeld, zufrieden?
OMLADIC: Der Trainer entscheidet das. Ich habe in Hartberg bis auf Tormann alle Positionen gespielt. Taktisch ist das kein Problem.
Inwiefern wächst der Druck auf Bad Gleichenberg nach einer Verpflichtung eines Topspielers wie Ihnen?
OMLADIC: Topspieler? Wenn ich so gut wäre, würde ich in der Bundesliga spielen. Überhaupt ist nicht ein Spieler wichtig, sondern das Kollektiv. Starallüren sind völlig fehl am Platz. Es zählt nur, was man auf dem Platz zeigt. Da sind bei jedem Training und Spiel 100 Prozent gefragt. Das habe ich in Hartberg gelernt. Nur so werden wir in der Oberliga vorne dabei sein. INTERVIEW: MICHAEL LORBER








